Blutnacht - Das Haus des Todes (1972)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Theodore Gershuny |
|---|---|
| Genre | Thriller, Horror, Mystery |
| Laufzeit | 85 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1972-11-01 |
| Altersfreigabe | FSK 18 |
| TMDB-Bewertung | 5,1 (104 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Heiligabend 1950: Im verschneiten Garten des Anwesens der Familie Butler wird die verkohlte Leiche von Wilfred Butler gefunden, ohne dass sich Hinweise auf ein Gewaltverbrechen finden lassen. Die Behörden schließen den Fall als Unfall ab. Zweiundzwanzig Jahre später betritt ein Anwalt die Szene, beauftragt vom Enkel Butlers, das Haus zu verkaufen. Der geplante Verkauf reißt alte Wunden in der Gemeinschaft der neuenglischen Kleinstadt wieder auf, und Erinnerungen, die lange verschüttet schienen, drängen zurück an die Oberfläche.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1972 unter der Regie von Theodore Gershuny. In den Hauptrollen sind Patrick O'Neal, James Patterson, Mary Woronov und Astrid Heeren zu sehen. Die Freigabe liegt bei 18 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Weihnachten mit Thriller-, Horror- und Mystery-Elementen stellt die winterliche Feiertagskulisse bewusst gegen ihre gewohnte Bedeutung als Zeit der Wärme und Familie. Der zeitliche Sprung von 1950 zu einem Ereignis zweiundzwanzig Jahre später legt die Erzählstruktur auf zwei Ebenen an: eine ungeklärte Vergangenheit und eine Gegenwart, die durch einen scheinbar profanen Anlass – den Hausverkauf – gezwungen wird, sich mit ihr auseinanderzusetzen. Die Kleinstadt in Neuengland als Schauplatz und der Kreis der "fuerzas vivas", also der maßgeblichen Personen des Ortes, deuten darauf hin, dass die eigentliche Bedrohung weniger von außen als aus dem Innersten der Gemeinschaft selbst kommt. Diese Anlage – ein ungeklärter Tod, ein Erbe, das nicht ruhen will, und ein Ort, dessen Bewohner mehr wissen, als sie zugeben – ist typisch für Mystery-Horror, der Spannung aus Verschweigen und langsamer Enthüllung zieht statt aus offener Konfrontation.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 5,1 von 10 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im unteren Mittelfeld seines Genres. Über fünfzig Jahre nach seiner Entstehung ist er ein Zeitdokument des frühen Siebziger-Horrors, der Feiertagsstimmung als Kontrastfolie für Unheimliches nutzt – ein Ansatz, der zu dieser Zeit im Genre noch selten verfolgt wurde. Die geringe Stimmenzahl deutet darauf hin, dass der Titel bis heute nur einem begrenzten, genreinteressierten Publikum bekannt geblieben ist.
Bilder






Besetzung & Stab
- Patrick O'Neal als John Carter
- James Patterson als Jeffrey Butler
- Mary Woronov als Diane Adams
- Astrid Heeren als Ingrid
- John Carradine als Charlie Towman
- Walter Abel als Mayor Adams
- Fran Stevens als Tess Howard
- Walter Klavun als Sheriff Bill Mason
- Philip Bruns als Wilfred Butler (1929)
- Staats Cotsworth als Wilfred Butler (voice)
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