Blockade in London (1949)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Henry Cornelius |
|---|---|
| Genre | Komödie |
| Laufzeit | 84 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1949-10-26 |
| TMDB-Bewertung | 6,9 (101 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In Pimlico, einem Londoner Viertel, lassen spielende Kinder einen Traktorreifen in ein trichterförmiges Loch rollen und bringen damit einen Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg zur Explosion. Unter den Trümmern kommt ein altes Kellergewölbe zum Vorschein, darin eine Kassette mit Goldmünzen, Schmuck und einem Pergament. Die hinzugezogene Professorin Hatton-Jones erkennt in dem Dokument sofort mehr als ein historisches Kuriosum: Es handelt sich um einen Freibrief König Edwards IV., mit dem dieser das Gebiet einst an Karl den Kühnen abtrat und als eigenständiges „burgundisches Land“ anerkannte. Damit steht die Bewohnerschaft von Pimlico plötzlich vor der Frage, was diese jahrhundertealte Abmachung für ihren Alltag inmitten Londons bedeutet.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1949 unter der Regie von Henry Cornelius und ist im englischen Original als „Passport to Pimlico“ bekannt. Zur Besetzung gehören Stanley Holloway, Hermione Baddeley, Margaret Rutherford und Paul Dupuis. Genretechnisch handelt es sich um eine Komödie.
Hinter den Kulissen
Die Ausgangssituation folgt einem klassischen Muster britischer Nachkriegskomödien: Ein Zufallsfund aus der Vergangenheit stellt die Ordnung der Gegenwart infrage und zwingt eine Gemeinschaft, sich neu zu positionieren. Dass die Handlung von einem Kriegsschaden ausgeht, der buchstäblich Verborgenes freilegt, verleiht der Geschichte eine doppelte Ebene: Der Blindgänger als Relikt des jüngsten Konflikts setzt einen viel älteren Rechtsstreit frei, der die Zugehörigkeit des Viertels berührt. Die Besetzung mit Margaret Rutherford als Expertin für historische Dokumente deutet an, dass die Auflösung der Verwicklungen weniger über Action als über pointierte Figurenzeichnung und trockenen Witz erfolgt. Die Konzentration auf ein einzelnes Viertel und seine Bewohner legt nahe, dass der Film seine komischen Effekte aus dem Kontrast zwischen großer Rechtsfrage und kleinbürgerlichem Alltag zieht.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,9 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im soliden, unauffälligen Mittelfeld seiner Bewertungsgrundlage. Seit der Entstehung 1949 sind mittlerweile 76 Jahre vergangen, was ihn in die frühe Nachkriegszeit des britischen Filmschaffens einordnet. Innerhalb der Komödie steht er für einen Typus, der aus einer absurden Prämisse eine ganze Gemeinschaft in Bewegung setzt, ohne dabei auf große Effekte angewiesen zu sein.
Bilder




Besetzung & Stab
- Stanley Holloway als Arthur Pemberton
- Hermione Baddeley als Edie Randall
- Margaret Rutherford als Professor Hatton-Jones
- Paul Dupuis als Duke of Burgundy
- Raymond Huntley als Mr. Wix
- John Slater als Frank Huggins
- Jane Hylton als Molly
- Betty Warren als Connie Pemberton
- Barbara Murray als Shirley Pemberton
- Sydney Tafler als Fred Cowan
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