Anna Karenina (1935)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Clarence Brown |
|---|---|
| Genre | Historie, Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 90 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1935-08-30 |
| Budget | 1.152.000 $ |
| Einspielergebnis | 1.439.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,6 (102 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Anna Karenina ist die Frau eines hochrangigen Staatsbeamten und Mutter eines kleinen Sohnes, als sie sich in die Leidenschaft für einen jungen Offizier verstricken lässt. Als der Ehemann, aufgeschreckt durch den Klatsch, den die Affäre auslöst, sie vor die Wahl stellt, entweder beim Kind zu bleiben oder mit dem Geliebten zu gehen, entscheidet sie sich für die Flucht. Zurück in der Heimat versucht sie, wieder Nähe zu ihrem Sohn zu finden, wird aber vom Ehemann aus dem Haus gewiesen. Auch ihr gesamter Bekanntenkreis geht ihr aus dem Weg, da ihre Situation als gesellschaftlich untragbar gilt. Der Offizier selbst, der das untätige Leben an ihrer Seite zunehmend als Last empfindet, meldet sich freiwillig zum serbisch-türkischen Krieg. Wie Anna am Ende mit dem Ausmaß ihrer Lage umgeht, bleibt hier unausgesprochen.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1935 unter der Regie von Clarence Brown. In den Hauptrollen sind Greta Garbo, Fredric March, Freddie Bartholomew und Maureen O'Sullivan zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Historie, Drama und Liebesfilm setzt den Ton für eine Geschichte, die private Leidenschaft und gesellschaftliche Konvention gegeneinanderstellt. Die Anlage der Handlung folgt dabei konsequent der Perspektive der Titelfigur: Ihre Isolation wird über mehrere Stationen sichtbar gemacht, vom Verlust des Kindes über die soziale Ausgrenzung bis zum Rückzug des Geliebten in den Kriegsdienst. Dass mit Freddie Bartholomew und Maureen O'Sullivan auch der Sohn und eine weitere junge Figur besetzt sind, deutet darauf hin, dass die Geschichte nicht allein auf der Dreiecksbeziehung ruht, sondern das familiäre Umfeld als eigenes Gewicht in die Erzählung einbringt. Der historische Rahmen, markiert durch den Verweis auf den serbisch-türkischen Krieg, verankert das private Drama in einer Zeit, in der gesellschaftliche Regeln über individuelles Glück gestellt wurden.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,6 bei einer noch überschaubaren Zahl an Stimmen bewegt sich der Film im mittleren Bereich, ohne dass sich daraus eine breite Zustimmung oder Ablehnung ablesen ließe. Seit seiner Entstehung 1935 sind mittlerweile neun Jahrzehnte vergangen, was ihn in die frühe Phase des klassischen Hollywood-Erzählkinos einordnet, in der literarische Stoffe mit tragischem Ausgang und starken weiblichen Hauptfiguren einen festen Platz im Drama-Genre hatten. Innerhalb der Kombination aus Historie und Liebesfilm steht er für eine Erzählweise, die gesellschaftliche Zwänge als treibende Kraft eines persönlichen Untergangs zeigt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Greta Garbo als Anna Karenina
- Fredric March als Count Vronsky
- Freddie Bartholomew als Sergei
- Maureen O'Sullivan als Kitty
- May Robson als Countess Vronsky
- Basil Rathbone als Alexei Alexandrovitch Karenin
- Reginald Owen als Stiva
- Phoebe Foster als Dolly
- Reginald Denny als Yashvin
- Gyles Isham als Konstantin Demitrievitch Levin
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Verfügbarkeit
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