Lucifer (2016)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Idee | Tom Kapinos |
|---|---|
| Genre | Krimi, Sci-Fi & Fantasy |
| Laufzeit | 45 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2016-01-25 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 8,4 (15.686 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Lucifer Morningstar hat die Hölle aus Langeweile verlassen und betreibt seit fünf Jahren einen Nachtclub in Los Angeles. Er trinkt, spielt Klavier und besitzt eine Fähigkeit, die ihm im Alltag mehr nützt als jede andere: Menschen sagen ihm auf Nachfrage, was sie sich wirklich wünschen.
Als vor seinem Club eine Bekannte erschossen wird, trifft er auf die Ermittlerin Chloe Decker — die Einzige, bei der sein Charme nicht wirkt und in deren Nähe er verwundbar wird. Er hängt sich an ihre Fälle und wird zum Berater des LAPD. Die Serie verbindet damit ein Ermittlerformat der Woche mit einer durchlaufenden Handlung über Familienstreit, in dem der Vater Gott heißt.
Entstehungsgeschichte
Die Figur stammt nicht aus einer Krimivorlage, sondern aus Neil Gaimans "Sandman" und der daraus hervorgegangenen Comicreihe von Mike Carey. DC und Fox entwickelten ab September 2014 eine Serienfassung; Tom Kapinos, zuvor Schöpfer von "Californication", schrieb den Pilotfilm, Len Wiseman führte Regie. Tom Ellis wurde im Februar 2015 besetzt.
Fox verpflichtete anschließend Joe Henderson als Showrunner, während Kapinos in geringerem Umfang beteiligt blieb — eine Konstellation, die den Ton der Serie prägte: weniger düstere Vorlage, mehr Krimikomödie.
Hinter den Kulissen
Die Serie lief ab Januar 2016 auf Fox und wurde nach drei Staffeln im Mai 2018 abgesetzt. Einen Monat später übernahm Netflix — nach einer der sichtbarsten Rettungskampagnen ihrer Zeit, die von der Anhängerschaft in sozialen Netzwerken getragen wurde.
Der Wechsel veränderte die Produktion erheblich: Ohne Werbeunterbrechungen und ohne Sendeplatzvorgaben wurden die Folgen länger und die durchgehende Handlung wichtiger als der Fall der Woche. Netflix produzierte drei weitere Staffeln, die letzte erschien im September 2021. Insgesamt umfasst die Serie sechs Staffeln mit dreiundneunzig Folgen.
Einordnung & Wirkung
"Lucifer" gehört zu den bekanntesten Beispielen dafür, dass ein Streamingdienst eine abgesetzte Netzwerkserie übernimmt und ihr ein anderes Format gibt. Bei Netflix erreichte sie durchgehend hohe Abrufzahlen und lief dort deutlich erfolgreicher als zuvor im linearen Fernsehen.
Von der Vorlage ist wenig geblieben — Gaimans Lucifer ist eine ernste, distanzierte Figur, während die Serie auf Charme und Wortwitz setzt. Genau diese Verschiebung ist der Grund für ihren Erfolg und zugleich der wiederkehrende Einwand von Lesern der Comics. Als Fall ist sie außerdem ein Beleg dafür, wie stark organisierte Fangemeinden inzwischen auf Programmentscheidungen einwirken können.
Bilder








Besetzung & Stab
- Tom Ellis als Lucifer Morningstar
- Lauren German als Chloe Decker
- Kevin Alejandro als Dan Espinoza
- D. B. Woodside als Amenadiel
- Lesley-Ann Brandt als Mazikeen "Maze"
- Aimee Garcia als Ella Lopez
- Rachael Harris als Linda Martin
- Brianna Hildebrand als Aurora Morningstar
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Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.