Wer war Harvey Milk? (1984)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Rob Epstein |
|---|---|
| Genre | Dokumentarfilm |
| Laufzeit | 84 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1984-10-07 |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (126 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
San Francisco in den siebziger Jahren: Rund um die Castro Street entsteht eines der ersten von Schwulen und Lesben geprägten Viertel der USA. In dieser Umgebung wird der Aktivist Harvey Milk zur zentralen Figur, ein Mann, der sich selbst als "Bürgermeister der Castro Street" bezeichnet und für gleiche Rechte kämpft. Sein politischer Einsatz mündet in seiner Wahl zum Stadtrat – als erster offen schwuler Mann in diesem Amt. Knapp elf Monate später wird er im Rathaus von einem politischen Rivalen erschossen. Der Film verfolgt diesen Weg von der Straße ins Amt und zeigt, wie aus einem lokalen Aktivisten eine Symbolfigur für das wachsende Selbstbewusstsein queerer Menschen wird.
Entstehungsgeschichte
"Wer war Harvey Milk?" entstand 1984 unter der Regie von Rob Epstein und ist als Dokumentarfilm angelegt. Zu den Personen, die im Film zu Wort kommen beziehungsweise im Mittelpunkt stehen, zählen Harvey Milk selbst sowie Harvey Fierstein, Anne Kronenberg und Tory Hartmann.
Hinter den Kulissen
Als Dokumentarfilm verzichtet das Werk auf nachgestellte Szenen im Sinne eines Spielfilms und stützt sich stattdessen auf Stimmen aus dem direkten Umfeld Milks – politische Weggefährtinnen wie Anne Kronenberg und Tory Hartmann geben Einblick in die Bewegung, aus der heraus Milk zur öffentlichen Figur wurde. Die Konzentration auf ein einzelnes Viertel, die Castro Street, und einen kurzen, klar umrissenen Zeitraum – von Milks öffentlichem Aufstieg bis zu seiner Ermordung elf Monate nach der Wahl – verleiht der Erzählung eine Verdichtung, die sich auf die Entstehung von Sichtbarkeit und Selbstermächtigung konzentriert, statt ein umfassendes Lebensbild zu zeichnen. Dass der Film die Tat selbst thematisiert, ohne sie auszuschmücken, entspricht dieser nüchternen, zeugenschaftlichen Anlage.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,3 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film in einem soliden, aber nicht extrem breit diskutierten Bereich. Seit seinem Erscheinen 1984 liegen inzwischen über vierzig Jahre, ein Abstand, der den Film selbst zu einem historischen Dokument macht – sowohl über Harvey Milk als auch über die Frühzeit queerer politischer Sichtbarkeit in den USA, festgehalten in einer Form, die auf Zeitzeugenschaft statt Nacherzählung setzt.
Bilder





Besetzung & Stab
- Harvey Milk als Self (archive footage)
- Harvey Fierstein als Narrator (voice)
- Anne Kronenberg als Self
- Tory Hartmann als Self
- Tom Ammiano als Self
- Jim Elliot als Self
- Henry Der als Self
- Jeannine Yeomans als Self
- Bill Kraus als Self
- Sally M. Gearhart als Self
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Verfügbarkeit
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