Triumph des Willens (1935)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Leni Riefenstahl |
|---|---|
| Genre | Dokumentarfilm |
| Laufzeit | 114 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1935-03-28 |
| TMDB-Bewertung | 6,9 (315 Stimmen) |
Worum es geht
Gegenstand des Films ist der NS-Parteitag im Jahr 1934. Leni Riefenstahl drehte ihn im Auftrag Hitlers, und entsprechend verfolgt das Werk keine distanzierte Dokumentation des Geschehens. Es soll den Zusammenhalt zwischen der Parteibasis und dem NS-Regime vor Augen führen.
Dazu löst der Film die zeitliche Abfolge der Ereignisse auf und setzt stattdessen auf einen abwechslungsreichen Rhythmus der Bilder. Besondere Kameraeinstellungen und ungewöhnliche Schnitte rücken die führenden Nationalsozialisten in eine mythisch überhöhte Atmosphäre. Symbole wie das Hakenkreuz, Fahnen und der Reichsadler erhalten durch gezielt eingesetztes Licht und Musik eine gesteigerte Ausdruckskraft. Was auf der Leinwand erscheint, ist damit keine neutrale Chronik eines Parteitags, sondern eine sorgfältig gebaute Inszenierung, die Führung und Gefolgschaft in eine überwältigende Bildsprache überführt.
Entstehungsgeschichte
Leni Riefenstahl führte Regie bei diesem Dokumentarfilm, der 1935 erschien. Zu sehen sind keine Schauspieler, sondern die Akteure des Regimes selbst, unter ihnen Adolf Hitler, Max Amann, Hermann Göring und Martin Bormann. Für die Aufnahmen setzte Riefenstahl 16 Kamerateams mit mehr als 100 Mitarbeitern ein, und aus über 60 Stunden gedrehtem Material entstand der fertige Film.
Hinter den Kulissen
Formal ist der Film als Dokumentarfilm gefasst, doch schon die Umstände seiner Entstehung zeigen, dass hier kein unabhängiger Blick vorliegt. Ein Auftragswerk Hitlers, das die Nähe von Partei und Basis betonen soll, steht im Dienst der Selbstdarstellung des Regimes und ist damit als Propaganda zu verstehen.
Der enorme Aufwand an Teams und Material verweist darauf, wie viel Gewicht dieser Darstellung beigemessen wurde. Die Auflösung der Chronologie zugunsten eines Bilderrhythmus macht deutlich, dass die Wirkung wichtiger war als die Wiedergabe des tatsächlichen Ablaufs. Gerade diese Mittel, also Kamerawinkel, Schnitt, Licht und Symbolik, machen den Film zu einem Lehrstück darüber, wie filmische Gestaltung politische Macht verklären kann.
Einordnung & Wirkung
Die Durchschnittsbewertung liegt bei 6,9 von 10 und beruht auf einigen hundert Stimmen. Was eine solche Note bei einem Propagandawerk ausdrückt, lässt sich aus der Zahl allein nicht ablesen. 91 Jahre nach dem Erscheinen bleibt der Film ein Zeugnis der NS-Zeit, das weniger über den Parteitag selbst verrät als über die Methoden, mit denen das Regime sich in Szene setzte.
Bilder








Besetzung & Stab
- Adolf Hitler als Self
- Max Amann als Self
- Hermann Göring als Self
- Martin Bormann als Self
- Hans Frank als Self
- Sepp Dietrich als Self
- Joseph Goebbels als Self
- Erich Raeder als Self
- Rudolf Hess als Self
- Robert Ley als Self
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Verfügbarkeit
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