The Look Of Silence - Im Angesicht der Stille (2014)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Joshua Oppenheimer |
|---|---|
| Genre | Historie, Dokumentarfilm |
| Laufzeit | 100 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2014-11-13 |
| Einspielergebnis | 332.710 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,8 (326 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In Indonesien lebt eine Familie, die den Völkermord überlebt hat. Einer ihrer Söhne wurde damals getötet. Über diesem Verlust liegt bis heute ein Bann aus Schweigen und Angst.
Die Familie will erfahren, wie der Sohn ums Leben kam und wer die Männer waren, die ihn ermordeten. Der jüngste der Brüder ist entschlossen, diesen Bann zu brechen, unter dem die Überlebenden leben. Er sucht die Verantwortlichen auf und konfrontiert sie mit dem Mord an seinem Bruder. In einem Land, in dem die Mörder weiterhin an der Macht sind, ist ein solcher Schritt kaum vorstellbar.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Joshua Oppenheimer. Der Dokumentarfilm stammt aus dem Jahr 2014. Zu sehen sind Adi Rukun, M.Y. Basrun, Amir Hasan und Inong. Da es sich um einen Dokumentarfilm handelt, treten sie nicht als Darsteller erfundener Figuren auf, sondern als Menschen, deren Geschichte der Film festhält.
Hinter den Kulissen
Der Film verbindet Dokumentarfilm und Historie. Er richtet den Blick auf ein vergangenes Verbrechen, verhandelt es aber in der Gegenwart. Massenmord, Folter und die Frage nach den Mördern bilden den historischen Hintergrund, der persönliche Verlust eines geliebten Menschen den Zugang.
Die Erzählperspektive liegt bei den Opfern. Nicht die Täter erklären das Geschehen, sondern eine Familie von Überlebenden fordert Antworten. Aus dieser Umkehr entsteht die besondere Spannung des Films: Wer fragt, lebt im selben Land wie jene, die befragt werden, und die Machtverhältnisse haben sich nicht geändert.
Der biografische Zug zeigt sich darin, dass ein einzelnes Schicksal im Mittelpunkt steht. An ihm wird das Ausmaß eines kollektiven Verbrechens greifbar, ohne dass es in abstrakten Zahlen aufgeht. Ein solcher Stoff verlangt Zurückhaltung, und im Zentrum steht die direkte Begegnung zwischen Angehörigen und Verantwortlichen.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,8 von 10 Punkten wird der Dokumentarfilm hoch bewertet. Die Zahl der Stimmen liegt im Bereich einiger hundert, für einen Dokumentarfilm über ein so belastendes Thema eine beachtliche Resonanz. Seit dem Erscheinen sind 12 Jahre vergangen.
Im Genre des historischen Dokumentarfilms zählt der Titel zu den Arbeiten, die Aufarbeitung aus der Sicht der Betroffenen betreiben.
Bilder






Besetzung & Stab
- Adi Rukun als Self
- M.Y. Basrun als Self
- Amir Hasan als Self (archive footage)
- Inong als Self
- Kemat als Self
- Joshua Oppenheimer als Self (voice)
- Amir Siahaan als Self
- Ted Yates als Self (archive footage)
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Verfügbarkeit
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