Miś (1981)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Stanisław Bareja |
|---|---|
| Genre | Komödie |
| Laufzeit | 110 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1981-05-04 |
| TMDB-Bewertung | 7,8 (102 Stimmen) |
Worum es geht
Der Vorsitzende des Sportvereins Tęcza, von allen nur „Miś“ – Teddybär – genannt, will mit seiner Mannschaft zu einem Wettbewerb ins Ausland reisen. Doch an der Grenze wird er zurückgehalten: Aus seinem Reisepass fehlen Seiten. Er vermutet seine Ex-Frau hinter der Sache, die offenbar das gemeinsame Konto in London leeren will, ehe er das Geld auf eine andere Bank überweisen kann. Um dringend doch noch nach London zu gelangen, greift er zu einem ungewöhnlichen Mittel: Ein befreundeter Regisseur bietet ihm die Gelegenheit, im Rahmen eines Filmdrehs die Reise zu ermöglichen. Zwischen bürokratischen Hürden, privaten Verwicklungen und dem Alltag des Vereinslebens entfaltet sich so eine Geschichte über einen Mann, der sich mit Findigkeit durch ein System aus Formularen, Zuständigkeiten und Abhängigkeiten laviert.
Entstehungsgeschichte
„Miś“ entstand 1981 unter der Regie von Stanisław Bareja. In den Hauptrollen sind Stanisław Tym, Barbara Burska, Christine Paul-Podlasky und Krzysztof Kowalewski zu sehen. Der Film ist als Komödie angelegt.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte um einen Funktionär, der an einer simplen Verwaltungshürde scheitert und sich mit immer absurderen Mitteln behelfen muss, macht aus einer privaten Verwicklung – der drohenden Kontoauflösung durch die Ex-Frau – den Ausgangspunkt für eine Kette bürokratischer Verstrickungen. Dass ausgerechnet ein Filmdreh als Mittel zum Zweck dient, um die Ausreise zu ermöglichen, verweist auf eine erzählerische Konstruktion, die Institutionen und ihre Regeln als Hindernislauf inszeniert, dem der Protagonist mit List statt mit Konfrontation begegnet. Die Komödie setzt dabei auf die Reibung zwischen persönlichem Anliegen und unpersönlichem Apparat, ohne dass die Handlung selbst diese Ebene explizit ausdeuten muss – die Situation trägt die Pointen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,8 bei einer knapp dreistelligen Zahl an Stimmen zeigt sich ein durchweg positives, wenn auch zahlenmäßig überschaubares Echo. Seit der Veröffentlichung 1981 sind über vier Jahrzehnte vergangen, was den Film innerhalb der polnischen Filmkomödie zu einem Werk mit deutlichem historischem Abstand macht. Innerhalb seines Genres steht er für eine Spielart der Komödie, die gesellschaftliche und bürokratische Mechanismen zum Motor der Handlung macht, statt auf reine Situationskomik zu setzen.
Bilder







Besetzung & Stab
- Stanisław Tym als Ryszard Ochodzki / Stanislaw Toe
- Barbara Burska als Irena Ochodzka, Ryszard's ex-wife
- Christine Paul-Podlasky als Aleksandra Kozeł
- Krzysztof Kowalewski als Jan Hochwander
- Bronisław Pawlik als Stuwała
- Ewa Bem als Singer
- Zofia Czerwińska als Irena
- Cezary Julski als Customer
- Marian Łącz als Inkasent
- Stanisław Mikulski als Lieutenant Lech Ryś
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.