Kabinett außer Kontrolle (2009)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Armando Iannucci |
|---|---|
| Genre | Komödie |
| Laufzeit | 101 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2009-01-22 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 1.100.000 $ |
| Einspielergebnis | 6.200.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7 (807 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein einziger ungeschickt formulierter Satz genügt. Simon Foster, britischer Minister für internationale Entwicklung, äußert sich zur Wahrscheinlichkeit eines Krieges im Mittleren Osten und löst damit eine Flut von Spekulationen aus, dazu einen internen politischen Machtkampf. Denn auf beiden Seiten des Atlantiks bestehen längst konkrete Absichten für einen Einmarsch in den Irak, während sich die Gegner eines solchen Einsatzes ebenfalls formieren. Eine entscheidende Rolle fällt Malcolm Tucker zu, Regierungssprecher und strategischer Berater des Premierministers, der die UN auf die Seite der Kriegstreiber ziehen soll. Ihm gegenüber steht der abgeklärte US-General George Miller, der der Schlachtfelder überdrüssig ist und sich gegen eine militärische Intervention stellt. Gegner wie der neokonservative Linton Barwick machen es beiden Seiten nicht leichter.
Entstehungsgeschichte
Armando Iannucci führte Regie bei dem 2009 erschienenen Film, der im Original „In the Loop“ heißt. Zu sehen sind Peter Capaldi, Tom Hollander, Gina McKee und James Gandolfini. Die Freigabe gilt ab 12 Jahren.
Hinter den Kulissen
Der Film ist eine reine Komödie, und das ist bei diesem Gegenstand entscheidend. Der Stoff ist ein Kriegsentscheidungsprozess, erzählt wird er über Formulierungen, Termine und Zuständigkeiten. Die Komik entsteht nicht neben dem Ernst, sondern aus ihm: Ein Halbsatz wird zum politischen Ereignis, weil niemand ihn mehr einfangen kann. Die Anlage verteilt das Geschehen bewusst auf zwei Regierungsapparate und mehrere Lager, sodass keine Figur den Überblick behält, das Publikum aber schon. Auffällig ist, dass die Gegner des Einsatzes ebenso Teil dieses Apparats sind wie seine Betreiber; der Film sucht sich keine unbeteiligte Instanz, von der aus sich alles beurteilen ließe.
Einordnung & Wirkung
Aus einigen hundert Stimmen ergibt sich eine Bewertung von 7,0 von 10, ein deutlich positiver Wert für eine Komödie, die politisches Vorwissen voraussetzt. 17 Jahre nach dem Erscheinen ist die geschilderte Mechanik allgemeiner geworden, als der konkrete Anlass nahelegt. Im Feld der Satire steht der Film auf der dialoglastigen Seite.
Bilder








Besetzung & Stab
- Peter Capaldi als Malcolm Tucker
- Tom Hollander als Simon Foster
- Gina McKee als Judy Molloy
- James Gandolfini als Lt Gen. George Miller
- Chris Addison als Toby Wright
- Anna Chlumsky als Liza Weld
- Paul Higgins als Jamie McDonald
- Mimi Kennedy als Karen Clarke
- Alex Macqueen als Sir Jonathan Tutt
- Olivia Poulet als Suzy
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Verfügbarkeit
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