Happy People: Ein Jahr in der Taiga (2010)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Werner Herzog |
|---|---|
| Genre | Dokumentarfilm |
| Laufzeit | 94 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2010-09-03 |
| Einspielergebnis | 338.987 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (142 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Sibirien ist gewaltig, eineinhalb Mal so groß wie die USA, und mittendrin liegt Bakhtia, ein Dorf mit rund 300 Einwohnern am Fluss Jenissei. Erreichbar nur per Helikopter oder Boot, ohne Telefon, ohne fließendes Wasser, ohne medizinische Versorgung. Die Menschen dort leben nach Regeln, die sich über Generationen kaum verändert haben, und sind auf sich selbst gestellt. Der Film begleitet einen Trapper durch ein volles Jahr, durch alle vier Jahreszeiten, und zeigt, wie sich sein Alltag entlang der Natur und ihrer Zyklen organisiert.
Entstehungsgeschichte
Werner Herzog hat 2010 diese Dokumentation realisiert und spricht selbst den Kommentar zu den Bildern. Vor der Kamera stehen die Bewohner der Taiga, unter ihnen Gennady Soloviev, Anatoly Blumei und Gennady Tiganov. Eine Altersfreigabe ist nicht bekannt.
Hinter den Kulissen
Das Schlagwort „nach wahrer Begebenheit“ verweist darauf, dass hier keine inszenierte Handlung, sondern gelebte Realität festgehalten wird. Die Beschränkung auf ein einziges Genre, den Dokumentarfilm, und die Konzentration auf einen einzelnen Protagonisten über den Zeitraum eines Jahres verraten die Anlage: kein episodisches Panorama vieler Figuren, sondern eine fokussierte, fast beobachtende Langzeitstudie an einem Ort, der durch seine Abgeschiedenheit selbst zum Thema wird. Dass Herzog selbst kommentiert, macht aus dem Material weniger eine neutrale Reportage als eine persönlich gefärbte Betrachtung.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,3 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film in einem soliden, aber nicht überbordend diskutierten Bereich, wie es bei spezialisierten Dokumentarfilmen üblich ist, die kein breites Massenpublikum ansprechen. Seit der Veröffentlichung 2010 sind inzwischen deutlich mehr als zehn Jahre vergangen, ohne dass sich an der Grundaussage etwas ändert: Es bleibt ein Zeitdokument über eine Lebensweise, die sich nach eigenen Angaben kaum gewandelt hat. Innerhalb des Dokumentarfilmgenres steht er damit in der Tradition von Werken, die entlegene Lebensräume und ihre Bewohner über eine längere Zeitspanne begleiten, statt sie in einer einzelnen Momentaufnahme zu erfassen.
Bilder



Besetzung & Stab
- Werner Herzog als Narrator (voice)
- Gennady Soloviev als Self - Trapper #1
- Anatoly Blumei als Self - Trapper #2
- Gennady Tiganov als Self - Native Boat Builder
- Mikhail Tarkovsky als Self - Trapper #3
Weitere Filme von Werner Herzog
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.