Ein Kuß (2016)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Ivan Cotroneo |
|---|---|
| Genre | Liebesfilm, Komödie |
| Laufzeit | 102 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2016-03-31 |
| Einspielergebnis | 502.615 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,6 (288 Stimmen) |
Worum es geht
Ein Provinzgymnasium im Norden Italiens, drei Sechzehnjährige, die dort als Außenseiter gelten: Lorenzo lebt offen schwul und begegnet dem Hass seiner Mitschüler mit bunten Tagträumen, in denen er als gefeiertes Idol auftritt. Blu trägt den Ruf der Schulschlampe, seit bekannt wurde, dass sie an einem Abend mit vier Jungen geschlafen hat. Antonio gilt außerhalb der Turnhalle als tumb, obwohl er als Basketballer glänzt. Aus der Not heraus finden die drei zueinander und werden zu einer engen Freundesgruppe, die sich gemeinsam gegen das Mobbing der Schultyrannen stellt. Als sich zwischen den beiden Jungen jedoch eine Nähe entwickelt, die über Freundschaft hinausgeht, gerät das fragile Gleichgewicht des Trios ins Wanken.
Entstehungsgeschichte
„Ein Kuß“ entstand 2016 unter der Regie von Ivan Cotroneo als Liebesfilm mit komödiantischen Zügen. In den Hauptrollen stehen Rimau Grillo Ritzberger, Valentina Romani und Leonardo Pazzagli, an ihrer Seite spielt Thomas Trabacchi.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Liebesfilm und Komödie schlägt hier einen Ton an, der Leichtigkeit und ernstes Thema zusammenbringt: Mobbing, Homophobie und sexuelle Doppelmoral werden nicht als reines Drama verhandelt, sondern durchziehen eine Geschichte, die auch komödiantische Momente zulässt. Die Anlage über drei gleichberechtigte Hauptfiguren statt eines einzelnen Protagonisten macht deutlich, dass es weniger um eine individuelle Coming-of-Age-Erzählung geht als um das Gefüge einer Freundschaft, das erst durch gemeinsame Ausgrenzung entsteht und dann durch aufkeimende Liebe erschüttert wird. Die Traumsequenzen, in denen Lorenzo sich als bejubeltes Idol imaginiert, setzen der tristen Schulrealität bewusst eine zweite, überhöhte Ebene entgegen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,6 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im soliden Mittelfeld seines Genres, ohne dass sich daraus ein breiter Konsens ablesen lässt. Seit dem Erscheinungsjahr 2016 sind mittlerweile neun Jahre vergangen, was den Film in eine Phase einordnet, in der Coming-of-Age-Geschichten mit queeren Hauptfiguren zunehmend Raum im europäischen Kino fanden. Innerhalb dieser Strömung positioniert sich „Ein Kuß“ als Beitrag, der Freundschaft, Ausgrenzung und erste Liebe in einem gemeinsamen Erzählbogen verhandelt.
Bilder







Besetzung & Stab
- Rimau Grillo Ritzberger als Lorenzo
- Valentina Romani als Blu
- Leonardo Pazzagli als Antonio
- Thomas Trabacchi als Renato (padre di Lorenzo)
- Susy Laude als Stefania (madre di Lorenzo)
- Simonetta Solder als Nina (madre di Blu)
- Giorgio Marchesi als Davide (padre di Blu)
- Laura Mazzi als Ines (madre di Antonio)
- Sergio Romano als Vincenzo (padre di Antonio)
- Alessandro Sperduti als Massimo
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