Die Hölle von San Sebastian (1967)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Henri Verneuil |
|---|---|
| Genre | Western |
| Laufzeit | 111 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1967-04-26 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 7 (108 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Mexiko im Jahr 1775: Der Rebell Leon Alastray gelangt gemeinsam mit dem strafversetzten Pater Joseph nach San Sebastian, einem Dorf, das seine Bewohner wegen kriegerischer Indianer und des Banditen Teclo verlassen haben. Nach und nach kehren die Menschen zaghaft zurück. Noch bevor sich die Lage beruhigen kann, wird Pater Joseph aus dem Hinterhalt erschossen. Die Dorfbewohner halten fortan Alastray für den Geistlichen, ein Irrtum, den er nicht auflöst. Er packt tatkräftig mit an, übernimmt Aufgaben, die eigentlich dem Pater zufallen würden, und entwickelt zugleich Gefühle für die junge Kinita, die alles andere als priesterlich sind. Wie sich dieser Zwiespalt zwischen angenommener Rolle und persönlichem Verlangen auflöst, bleibt an dieser Stelle offen.
Entstehungsgeschichte
Der Western entstand 1967 unter der Regie von Henri Verneuil. In den Hauptrollen sind Anthony Quinn und Charles Bronson zu sehen, an ihrer Seite spielen Jaime Fernández und Leon Askin. Der Film ist ab 16 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Die Ansiedlung im Mexiko des Jahres 1775 verortet die Geschichte in einer Zeit kolonialer Unruhen und rückt damit Themen wie Verlassenheit, Bedrohung von außen und die Frage nach Autorität in den Mittelpunkt. Dass ausgerechnet ein Rebell in die Rolle eines Priesters gerät, erzeugt eine Spannung zwischen Schein und Wesen, die sich durch die ganze Handlung zieht. Die Verwechslung ist kein bloßer komödiantischer Kniff, sondern legt die Grundlage für einen Konflikt zwischen Pflichtgefühl gegenüber einer Gemeinschaft und persönlichem Begehren, verkörpert durch die Figur der Kinita. Damit verbindet der Film klassische Western-Elemente wie Banditentum und Bedrohung mit einem stärker figurenzentrierten, moralisch aufgeladenen Kern.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,0 bei einer eher schmalen Bewertungsbasis lässt sich der Film als solide, aber nicht breit diskutiert einordnen. Seit seiner Entstehung sind fast sechs Jahrzehnte vergangen, was ihn deutlich in die Ära klassischer Western-Produktionen der 1960er Jahre stellt. Innerhalb des Genres reiht er sich mit seiner Besetzung und der ungewöhnlichen Priester-Prämisse in eine Reihe von Werken ein, die den Western um moralische und religiöse Motive erweitern.
Bilder








Besetzung & Stab
- Anthony Quinn als Leon Alastray
- Charles Bronson als Teclo
- Jaime Fernández als Golden Lance
- Leon Askin als Vicar General
- Anjanette Comer als Kinita
- Sam Jaffe als Père Joseph
- Silvia Pinal als Félicia
- Jorge Martínez de Hoyos als Felipe Cayetano
- Rosa Furman als Agueda
- José Chávez als Antonito
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Verfügbarkeit
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