Die Höhle der vergessenen Träume (2010)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Werner Herzog |
|---|---|
| Genre | Dokumentarfilm |
| Laufzeit | 90 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2010-11-03 |
| Einspielergebnis | 6.467.348 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (369 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Werner Herzog nimmt sein Publikum mit an einen außergewöhnlichen Ort und geht dabei bis an dessen Grenzen: die Höhle von Chauvet im Süden Frankreichs. Dort wurden die ältesten Höhlenmalereien der Welt entdeckt. Um sie filmen zu können, muss Herzog beträchtliche Hindernisse überwinden.
Unter der Erde öffnet sich eine atemberaubende Welt. Mehr als 400 Malereien bedecken die Wände, darunter Kunstwerke, die 32 Jahrtausende alt sind. Herzog hält ihre Wirkung fest und begleitet die Bilder mit seiner eigenen Erzählstimme, die mitreißend und humorvoll zugleich ist. Dabei geht es ihm um mehr als um Linien auf Fels: um das uralte Bedürfnis des Menschen, sich mitzuteilen und die Welt um sich herum darzustellen, um die Evolution und unseren Platz darin und letztlich um die Frage, was es bedeutet, ein Mensch zu sein.
Entstehungsgeschichte
Der Dokumentarfilm, der auf Englisch „Cave of Forgotten Dreams“ heißt, entstand 2010 unter der Leitung von Werner Herzog. Für ihn war das Projekt die Erfüllung eines Kindheitstraums: Schon als Junge nahm er eine Arbeit an, nur um sich ein Buch über Höhlenmalerei kaufen zu können. Mit 68 Jahren erhielt er schließlich Zugang zur Höhle von Chauvet-Pont-d'Arc, die in den 90er-Jahren entdeckt worden war. Vor der Kamera erscheinen neben Herzog selbst Dominique Baffier, Jean Clottes und Jean-Michel Geneste.
Hinter den Kulissen
Als Dokumentarfilm verzichtet das Werk auf erfundene Handlung. Die Spannung entsteht aus dem Ort selbst und aus der Haltung des Filmemachers, der nicht unsichtbar hinter der Kamera bleibt, sondern als Erzähler und Mitwirkender sichtbar wird. Seine Gedanken sind Teil des Films, nicht bloß Kommentar zu ihm.
Bemerkenswert ist die Spannweite, die sich aus diesem Ansatz ergibt. Der Film verbindet die sinnliche Erfahrung eines unterirdischen Raums mit großen Fragen nach Kunst, Kommunikation und menschlicher Herkunft. Zwischen den Malereien und dem Moment ihrer Betrachtung liegen Jahrtausende, und gerade dieser Abstand wird zum eigentlichen Gegenstand: die Verbindung zwischen den Menschen, die diese Bilder schufen, und denen, die sie heute ansehen.
Einordnung & Wirkung
7,1 von 10 Punkten bei einigen hundert Stimmen sind ein klar positives Echo. Für einen Film ohne Spielhandlung, der ganz auf Bilder, Ort und Reflexion setzt, ist das ein respektables Ergebnis.
16 Jahre nach seinem Erscheinen bleibt der Film ein Beispiel für einen Dokumentarfilm mit ausgeprägt persönlicher Handschrift. Er vermittelt nicht nur Wissen über einen Fundort, sondern macht das Staunen des Filmemachers selbst zum Thema. Wer sich für Frühgeschichte, Kunst und die Frage nach den Ursprüngen menschlichen Ausdrucks interessiert, findet hier einen nachdenklichen Zugang.
Bilder








Besetzung & Stab
- Werner Herzog als Narrator (voice)
- Dominique Baffier als Self
- Jean Clottes als Self
- Jean-Michel Geneste als Self
- Michel Philippe als Self
- Gilles Tosello als Self
- Carole Fritz als Self
- Maria Malina als Self
- Nicholas Conard als Self
- Valerie Feruglio als Self
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Verfügbarkeit
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