Der Unbekannte (1927)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Tod Browning |
|---|---|
| Genre | Drama, Thriller, Liebesfilm, Horror |
| Laufzeit | 68 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1927-05-29 |
| Budget | 217.000 $ |
| Einspielergebnis | 847.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,6 (220 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In einer Zirkuswelt versteckt sich der Kriminelle Alonzo vor seinen Verfolgern, indem er als "Der Armlose Wunder" auftritt – ein Messerwerfer, der angeblich keine Arme besitzt und seine Füße als Werkzeug nutzt. Tatsächlich verbirgt er seine Arme nur, um seine wahre Identität zu schützen. In diesem engen Zirkuskosmos begegnet er Nanon, der Tochter des Ringmeisters, die eine tiefe Angst davor hat, von Männern berührt zu werden. Neben Alonzo umwirbt sie auch der Kraftmensch Malabar. Alonzos Wunsch, Nanon für sich zu gewinnen und in ihrer Nähe zu bleiben, treibt die Geschichte einer Verzweiflung entgegen, die auf ein tragisches Ende zuläuft.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1927 unter der Regie von Tod Browning. In den Hauptrollen sind Lon Chaney, Norman Kerry, Joan Crawford und Nick De Ruiz zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama, Thriller, Liebesfilm und Horror zeigt, wie eng diese Genres in der Zirkuswelt jener Zeit ineinandergreifen konnten: Das Spektakel der Manege dient hier als Kulisse für eine Geschichte, die auf Täuschung, verborgener Identität und unerfüllbarem Verlangen aufbaut. Dass Alonzo seine wahre Gestalt verstecken muss, um seine Vergangenheit zu tarnen, und Nanon zugleich eine Berührungsangst mit sich trägt, macht Körperlichkeit selbst zum zentralen Motiv der Erzählung. Die Konstellation zweier Männer, die um eine Frau werben, während der eine sein wahres Wesen verhehlt, sorgt für eine Spannung, die sich nicht allein aus äußerer Handlung, sondern aus der psychologischen Anlage der Figuren ergibt. Das Zusammentreffen von Zirkusmilieu und Kriminalgeschichte verweist auf ein Drama, das sich seiner dunkleren, fast morbiden Untertöne nicht scheut.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,6 aus einer noch schmalen Bewertungsbasis zählt der Film zu den besser eingeschätzten Werken seines Genres, wenngleich die geringe Stimmenzahl eine vorsichtige Lesart nahelegt. Seit der Entstehung 1927 sind fast einhundert Jahre vergangen, was den Titel klar in die Frühzeit des Tonfilmübergangs verortet. Innerhalb der Verbindung von Horror, Drama und Liebesgeschichte nimmt er eine Position ein, die stärker auf psychologische Zuspitzung als auf reine Schauwerte setzt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Lon Chaney als Alonzo
- Norman Kerry als Malabar
- Joan Crawford als Nanon Zanzi
- Nick De Ruiz als Antonio Zanzi
- John George als Cojo
- Frank Lanning als Costra
- Tom Amandares als Gypsy Running to Zanzi's Death Scene (uncredited)
- Margaret Bert als Fortune Teller (uncredited)
- Louise Emmons als Gypsy Woman (uncredited)
- Italia Frandi als Girl in Audience Flirting with Malabar (uncredited)
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Verfügbarkeit
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