Leo Genn
Werdegang
Leo John Genn wurde am 9. August 1905 in London geboren und starb am 26. Januar 1978 ebenfalls dort. Neben seiner Schauspielkarriere war er als Barrister tätig. Ab 1930 stand er auf der Theaterbühne, sein erstes Stück war „A Marriage Has Been Disarranged" am Devonshire Park Theatre in Eastbourne, später spielte er am Royalty Theatre in London. Während des Zweiten Weltkriegs diente er ab Juli 1940 in der Royal Artillery und wurde 1943 zum Lieutenant Colonel befördert. 1944 erhielt er die Erlaubnis, den Dienst zu unterbrechen, um in Laurence Oliviers „Heinrich V." mitzuspielen. 1945 wurde er mit dem Croix de Guerre ausgezeichnet und gehörte zur britischen Delegation, die Kriegsverbrechen im KZ Bergen-Belsen untersuchte, später war er Assistent des Anklägers im Lüneburger Verfahren. In Film und Fernsehen war er vor allem in Nebenrollen zu sehen, bekannt wurde er als Senator Petronius in „Quo Vadis?" (1951) und als Starbuck in „Moby Dick" (1956). Für die Rolle in „Quo Vadis?" wurde er für einen Oscar nominiert.
Filmografie bei uns
Im Katalog sind fünf Titel mit Leo Genn als Schauspieler verzeichnet, alle Kinofilme, keine Serien. Sie stammen aus den Jahren 1946 bis 1965, also einer Spanne von 19 Jahren. Das Genrespektrum reicht von Abenteuer, Drama und Historie über Liebesfilm, Mystery und Krimi bis zu Thriller und Horror, was auf ein vielseitiges Rollenprofil abseits eines festen Genres schließen lässt. Der älteste erfasste Titel, „Achtung: Grün" (1946), entstand 41 Jahre nach seiner Geburt, der jüngste, „Geheimnis im blauen Schloss" (1965), 60 Jahre danach.
Einordnung
Die fünf Titel liegen bewertungsmäßig zwischen 6,3 und 7,1 von 10, im Schnitt bei 6,9. „Moby Dick", „Quo Vadis" und „Die Schlangengrube" erreichen jeweils 7,1, während „Achtung: Grün" mit 6,7 und „Geheimnis im blauen Schloss" mit 6,3 etwas niedriger bewertet sind. Die Bewertungen liegen insgesamt in einem vergleichsweise engen und soliden Bereich.