Jerzy Skolimowski
Werdegang
Jerzy Skolimowski, geboren am 5. Mai 1938, ist ein polnischer Filmregisseur, Drehbuchautor, Schauspieler und Maler. In den 1950er Jahren studierte er in Warschau Ethnologie, Literatur und Geschichte und schloss dieses Studium 1959 ab. Danach ging er in seine Geburtsstadt, um an der Filmhochschule Łódź Regie zu studieren. Als Jazzfan hatte er Kontakt zu Musikern wie Krzysztof Komeda, der ihn mit Roman Polański zusammenbrachte. Schon als Student schrieb Skolimowski Drehbücher, die von Polański und Andrzej Wajda realisiert wurden, darunter 1960 „Die unschuldigen Zauberer" von Wajda und 1962 „Das Messer im Wasser" von Polański, für das er die Dialoge verfasste.
1966 drehte er als Regisseur „Bariera" und im selben Jahr „Hände hoch!", das jedoch von der Zensur verboten und erst 1981 uraufgeführt wurde. Danach realisierte Skolimowski seine Filme vor allem in Frankreich, den USA und der Bundesrepublik Deutschland. Sein erster englischsprachiger Film mit eigenem Drehbuch war „Deep End", der als Skandalfilm wahrgenommen wurde. Neben seiner Arbeit als Regisseur und Drehbuchautor betätigte sich Skolimowski auch als Maler und übernahm gelegentlich Nebenrollen in Filmen anderer Regisseure.
Filmografie bei uns
Im Katalog sind zwei Titel geführt, in denen Skolimowski als Schauspieler auftritt: „White Nights - Nacht der Entscheidung" (1985) und „Una storia senza nome" (2018). Beide Filme sind im Bereich Drama und Thriller angesiedelt, Serien sind nicht vertreten. Zwischen den beiden Titeln liegen 33 Jahre, der erste entstand 47 Jahre nach seiner Geburt, der zweite 80 Jahre danach.
Einordnung
Die beiden Titel sind bei uns mit 6,7 und 6,0 bewertet, im Schnitt 6,3 von 10. Damit liegen beide Bewertungen im mittleren Bereich und weichen nicht stark voneinander ab. Die Zeitspanne von über drei Jahrzehnten zwischen den beiden Filmen zeigt, dass Skolimowskis schauspielerische Auftritte in unserem Katalog nur punktuell über seine lange Laufbahn verteilt erfasst sind.