Youssef Chahine
Werdegang
Youssef Chahine wurde 1926 in Alexandria, Ägypten, geboren. Er besuchte zunächst eine Schule der Franziskanerbrüder und danach das Victoria College bis zum High School Certificate. Nach einem Jahr an der Universität von Alexandria ging er in die USA und verbrachte zwei Jahre am Pasadena Play House, wo er Kurse in Film und dramatischer Kunst belegte. Nach seiner Rückkehr nach Ägypten verhalf ihm der Kameramann Alevise Orfanelli zum Einstieg ins Filmgeschäft. Sein Regiedebüt gab er 1950 mit „Baba Amin", ein Jahr später wurde er mit „Son of the Nile" erstmals nach Cannes eingeladen. 1970 erhielt er einen Goldenen Tanit beim Karthago-Festival, mit „Le moineau" (1973) realisierte er die erste ägyptisch-algerische Koproduktion. Für „Alexandria... Why?" (1979), den Auftakt seiner autobiografischen Trilogie, gewann er einen Silbernen Bären in Berlin; die Trilogie setzte er mit „Hadduta Masriya" (1982) und „Alexandria: Again and Forever" (1989) fort. 1992 inszenierte er auf Vorschlag von Jacques Lassalle für die Comédie Française eine Adaption von Albert Camus' „Caligula". Im selben Jahr begann er die Arbeit an „The Emigrant" (1994), das er 1997 mit „Destiny" fortsetzte, das ihn erneut außer Konkurrenz nach Cannes brachte.
Filmografie bei uns
In unserem Katalog ist Youssef Chahine mit einem einzigen Titel vertreten: „Tatort… Hauptbahnhof Kairo" aus dem Jahr 1958, angesiedelt zwischen Krimi, Drama und Thriller. Der Film entstand 32 Jahre nach seiner Geburt und liegt damit früh in seinem Werdegang, deutlich vor den später genannten Stationen seiner Karriere.
Einordnung
Der Titel erreicht bei uns eine Bewertung von 7,4 von 10, was auf ein insgesamt positives Echo hindeutet. Da nur ein einziger Titel vorliegt und dieser 1958 entstand, lässt sich aus unserem Bestand kein Überblick über sein späteres Schaffen ableiten – die Bewertung bezieht sich allein auf diesen einen frühen Film.