Christian Carion
Werdegang
Christian Carion wurde am 4. Januar 1963 in eine Bauernfamilie in Nordfrankreich geboren. Seine Kindheit auf dem elterlichen Hof war geprägt von Spuren des Ersten Weltkriegs, etwa nicht explodierten Granaten, die auf den Feldern gefunden wurden, sowie Erzählungen über Soldaten, die nachts ihre Schützengräben verließen. Nach dem Baccalauréat besuchte er eine dem französischen Landwirtschaftsministerium angeschlossene Ingenieurschule, bevor er seine wissenschaftliche Laufbahn aufgab und begann, Filme zu drehen. Durch die Zusammenarbeit mit dem Produzenten Christophe Rossignon entstand 1999 der Kurzfilm „Monsieur le député". 2001 folgte sein erster Spielfilm „Une hirondelle a fait le printemps", der über 2,4 Millionen Zuschauer in Frankreich erreichte. Mit „Joyeux Noël" (Merry Christmas), 2005 in Cannes gezeigt, erzählte er von den Verbrüderungen an der Front im Ersten Weltkrieg; der Film wurde für den Oscar als bester ausländischer Film nominiert. Später drehte er „L'Affaire Farewell" mit Emir Kusturica und Guillaume Canet sowie 2014 „En mai, fais ce qu'il te plait" über die Flucht der französischen Bevölkerung 1940, mit Musik von Ennio Morricone.
Filmografie bei uns
Im Katalog sind fünf Spielfilme von Christian Carion als Regisseur verzeichnet, keine Serien. Die Titel decken einen Zeitraum von 2005 bis 2022 ab, also 17 Jahre, beginnend 42 Jahre nach seiner Geburt. Vertreten sind unter anderem Drama, Kriegsfilm, Liebesfilm, Historie, Komödie, Thriller, Mystery und Krimi – ein breites Genrespektrum, das auf eine vielseitige Ausrichtung seiner Arbeiten hindeutet, von historischen Stoffen bis zu leichteren oder spannungsbetonten Formaten.
Einordnung
Die Bewertungen der fünf Titel liegen zwischen 5,8 und 7,4 von 10, im Schnitt bei 6,6. Am besten bewertet ist mit 7,4 „Merry Christmas" aus dem Jahr 2005, der älteste Titel im Katalog. Die späteren Werke, darunter „Im Taxi mit Madeleine" aus dem Jahr 2022, dem jüngsten verzeichneten Titel, liegen im mittleren Bereich der Bewertungsskala. Zwischen dem ältesten und dem neuesten Titel liegen 17 Jahre, wobei die Bewertungen über diesen Zeitraum moderat schwanken, ohne einen klaren Auf- oder Abwärtstrend zu zeigen.