Henry & June (1990)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Philip Kaufman |
|---|---|
| Genre | Liebesfilm |
| Laufzeit | 136 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1990-09-28 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Einspielergebnis | 11.567.449 $ |
| TMDB-Bewertung | 6 (239 Stimmen) |
Worum es geht
Paris, 1931. Anaïs Nin lebt an der Seite ihres Ehemanns Hugo Guiler ein geordnetes, bürgerliches Leben, das ihr zunehmend eng wird. Sie sehnt sich nach einer Existenz, die mehr zulässt als Anstand und Routine. Diese Sehnsucht bekommt ein Gesicht, als sie Henry Miller kennenlernt, einen New Yorker Schriftsteller, dessen grober, ungefilterter Auftritt sie ebenso abstößt wie fasziniert. Miller arbeitet zu dieser Zeit an seinem ersten Buch und wirft sich ohne Vorsicht in das eigene Leben. Kurz darauf trifft auch seine Frau June in Paris ein, und Anaïs gerät in einen Sog, der über die Beziehung zu Henry weit hinausreicht: June, selbstbewusst und offen bisexuell, wird für sie zu einer Anziehung, die alles bisher Vertraute infrage stellt. Aus der Begegnung zweier Menschen wird ein Dreiecksverhältnis, das Anaïs zwischen bürgerlicher Bindung und einem Leben ohne Grenzen zerreißt.
Entstehungsgeschichte
"Henry & June" entstand 1990 unter der Regie von Philip Kaufman. Die drei zentralen Figuren werden von Maria de Medeiros als Anaïs Nin, Fred Ward als Henry Miller und Uma Thurman als June Miller besetzt, Richard E. Grant spielt Hugo Guiler. Der Film ist ab 16 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Schon die Genrezuordnung als Liebesfilm greift hier zu kurz, denn die Geschichte legt ein Dreieck an, das klassische Zweierbeziehungen bewusst unterläuft. Dass June als offen bisexuell beschrieben wird, macht sie zur Figur, die nicht nur Henry, sondern auch Anaïs' Selbstverständnis herausfordert. Die Anlage der Handlung – eine Frau zwischen bürgerlicher Ehe und der Begegnung mit zwei Menschen, die Konventionen offen ablehnen – macht deutlich, dass es weniger um romantische Erfüllung als um das Ausloten persönlicher Grenzen geht. Die Wahl des Schauplatzes Paris 1931 und das Umfeld eines Schriftstellers an seinem ersten Buch rahmen die Geschichte zusätzlich als eine über Kunst, Begehren und Selbstfindung zugleich.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,0 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im mittleren Bereich, ohne dass sich daraus ein klares Urteil ableiten ließe. Seit der Entstehung 1990 sind mehr als drei Jahrzehnte vergangen, und der Film steht damit als Beispiel für ein Liebesdrama, das sich bewusst von einer einfachen Zweierkonstellation löst und stattdessen auf ein komplexeres Beziehungsgeflecht setzt.
Bilder






Besetzung & Stab
- Fred Ward als Henry Miller
- Uma Thurman als June Miller
- Maria de Medeiros als Anais Nin
- Richard E. Grant als Hugo Guiler
- Kevin Spacey als Richard Osborn
- Jean-Philippe Écoffey als Eduardo Sanchez
- Bruce Myers als Jack
- Juan Luis Buñuel als Publisher
- Féodor Atkine als Paco Miralles
- Sylvie Huguel als Emilia
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Verfügbarkeit
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