Michel Bouquet
Werdegang
Michel Bouquet wurde am 6. November 1925 in Paris geboren und starb am 13. April 2022. Nach einer unterbrochenen Schulzeit, ausgelöst durch die Kriegsgefangenschaft seines Vaters, arbeitete er zunächst als Bäckerlehrling und Bankangestellter, bevor er über seine Mutter zum Theater fand. Er nahm Unterricht bei Maurice Escande und debütierte 1944 auf der Bühne, ehe er am Pariser Konservatorium studierte. In den folgenden Jahrzehnten arbeitete er eng mit Jean Anouilh, André Barsacq und Jean Vilar zusammen, spielte klassisches Repertoire beim Festival d'Avignon und trug zur Verbreitung der Stücke Harold Pinters in Frankreich bei. Ab Ende der 1970er-Jahre lehrte er zudem am Nationalen Konservatorium für Dramatische Kunst. Von 1947 bis 2020 wirkte er in über 100 Filmen mit, für seine Rolle in „Toto der Held" erhielt er 1991 den Europäischen Filmpreis, für zwei weitere Rollen jeweils den César. 2019 gab er seinen Bühnenabschied bekannt.
Filmografie bei uns
Im Katalog sind neun Spielfilme von Michel Bouquet als Schauspieler vertreten, keine Serien. Die Titel decken einen Zeitraum von 1956 bis 2012 ab, also 56 Jahre, und reichen von „Nacht und Nebel" bis „Renoir". Der erste erfasste Titel entstand 31 Jahre nach seiner Geburt, der letzte 87 Jahre danach. Das Genrespektrum ist breit gefächert und umfasst Drama, Krimi, Thriller, Historie, Komödie, Mystery, Fantasy, Liebesfilm und Dokumentarfilm, was auf eine vielseitige Filmkarriere neben seiner Bühnenarbeit hindeutet.
Einordnung
Die neun Titel bewegen sich zwischen 6,1 und 8,3 von 10, im Schnitt bei 6,9. Die Bewertungen liegen damit überwiegend im soliden mittleren Bereich, mit „Nacht und Nebel" als höchstbewertetem Titel. Zwischen ältestem und jüngstem erfasstem Werk liegen mehrere Jahrzehnte, was eine über einen langen Zeitraum kontinuierlich sichtbare Filmarbeit zeigt.