J. Carrol Naish
Werdegang
J. Carrol Naish, eigentlich Joseph Patrick Carrol Naish, wurde am 21. Januar 1896 in New York City geboren und starb am 24. Januar 1973. Er war ein US-amerikanischer Charakterdarsteller. Vor seiner Filmkarriere stand er mehrere Jahre auf der Bühne, zunächst als Mitglied der Kindertruppe von Gus Edwards. Nach dem Ersten Weltkrieg gründete er in Paris eine eigene Gesangs- und Tanzgruppe und reiste durch Europa, Ägypten und Asien, bis ihn ein Maschinenschaden auf dem Schiff 1926 in Kalifornien stranden ließ. Seine erste, ungenannte Nebenrolle hatte er im selben Jahr in „What Price Glory“, danach folgte eine Filmkarriere mit über zweihundert Titeln. Naish erhielt zwei Oscar-Nominierungen als bester Nebendarsteller, für „Sahara“ (1943) und „A Medal for Benny“ (1945), für letzteren gewann er einen Golden Globe. Obwohl er irischer Abstammung war, verkörperte er vor allem Angehörige anderer ethnischer Gruppen. Später war er häufig im Fernsehen zu sehen und verbrachte viele seine Lebensjahre in San Diego, wo er Philosophie und Theologie studierte. Er war von 1929 bis zu seinem Tod mit der Schauspielerin Gladys Heaney verheiratet und hatte mit ihr eine Tochter.
Filmografie bei uns
Im Katalog sind drei Filme mit J. Carrol Naish als Schauspieler verzeichnet, alle aus den Jahren 1943 und 1944: „Sahara“, „Batman und Robin“ und „Frankensteins Haus“. Das Genrespektrum reicht von Abenteuer, Kriegsfilm und Action bis zu Krimi, Horror und Science Fiction – ein Hinweis auf seine Vielseitigkeit als Charakterdarsteller in unterschiedlichsten Produktionen. Serien sind nicht vertreten.
Einordnung
Die drei Titel liegen mit Bewertungen von 7,2, 6,2 und 6,1 im Schnitt bei 6,5 von 10. Sie entstanden innerhalb eines einzigen Jahres, was auf eine besonders aktive Schaffensphase mitten in seiner langen Karriere hindeutet. Der älteste erfasste Titel erschien 47 Jahre, der jüngste 48 Jahre nach seiner Geburt.