Anna Prucnal
Werdegang
Anna Prucnal wurde am 17. Dezember 1940 in Warschau geboren. Ihr Vater, ein Chirurg, wurde während des Zweiten Weltkriegs von den Nazis getötet, sodass Anna und ihre Schwester von ihrer Mutter aufgezogen wurden, die aus einer Familie von Adelsstand stammte und mit dem polnischen König Stanislas Leszczyński verwandt war. Nach einem Studium von Klavier und Gesang begann Prucnal ihre Schauspiellaufbahn am Studencki Teatr Satyryków in Warschau. Mit zweiundzwanzig Jahren stand sie erstmals für den Film „Sun and Shadow" vor der Kamera. 1970 zog sie nach Frankreich und wandte sich dem Theater zu, unter anderem in Stücken von Bertolt Brecht, und arbeitete dort mit mehreren renommierten Regisseuren zusammen. Ihre Mitwirkung in Dušan Makavejevs „Sweet Movie" führte dazu, dass die polnischen Behörden ihr den Pass entzogen, was einem Exil aus ihrer Heimat gleichkam. In den 1970er Jahren entwickelte sie parallel eine Karriere als Sängerin, unter anderem mit dem Album „Dream of West, Dream of East". Später veröffentlichte sie weitere Platten, wirkte in Film und Fernsehen mit und trat auf der Bühne auf, unter anderem 2005 in „The Vagina Monologues". 2002 erschien ihre gemeinsam mit Jean Mailland verfasste Autobiografie „Moi qui suis née à Varsovie".
Filmografie bei uns
Im Katalog sind zwei Filme mit Anna Prucnal als Schauspielerin verzeichnet: „Sweet Movie" von 1974 und „Fellinis Stadt der Frauen" von 1980. Beide Titel fallen in die Genres Komödie, Abenteuer und Fantasy und liegen sechs Jahre auseinander. Der erste Titel erschien 34 Jahre, der zweite 40 Jahre nach ihrer Geburt.
Einordnung
Die beiden Titel werden bei uns mit 7,0 und 5,3 von 10 bewertet, im Schnitt mit 6,2. Damit liegt eine der beiden Bewertungen im mittleren Bereich, die andere etwas darüber. Beide Filme stammen aus den 1970er Jahren und bilden im Katalog einen eng begrenzten Zeitraum von sechs Jahren ab.