Paolo Taviani
Werdegang
Paolo Taviani wurde am 8. November 1931 in San Miniato in der Toskana geboren und starb am 29. Februar 2024. Gemeinsam mit seinem Bruder Vittorio Taviani, mit dem er als „die Tavianis" bekannt wurde, arbeitete er über Jahrzehnte als Regisseur und Drehbuchautor. Beide begannen ihre Laufbahn als Journalisten und kamen 1960 mit dem gemeinsam mit Joris Ivens gedrehten Dokumentarfilm „L'Italia non è un paese povero" zum Film. Es folgten Regiearbeiten mit Valentino Orsini, bevor die Brüder mit „I sovversivi" (1967) ihren ersten eigenständigen Film vorlegten. In den folgenden Jahrzehnten entstanden literarische Adaptionen und Werke mit politisch-historischem Hintergrund, etwa nach Tolstoi, Pirandello oder Goethe, sowie Filme, die sich mit dem Italien der Kriegs- und Nachkriegszeit auseinandersetzten.
Filmografie bei uns
Im Katalog sind drei Titel aus der Regiearbeit von Paolo Taviani vertreten, ausschließlich Kinofilme, keine Serien. Sie stammen aus den Jahren 1982 bis 2017 und decken damit eine Zeitspanne von 35 Jahren ab. Vertreten sind die Genres Drama, Dokumentarfilm und Kriegsfilm – die Titel „Die Nacht von San Lorenzo" (1982), „Cäsar muss sterben" (2012) und „Eine private Angelegenheit" (2017). Der erste Titel entstand 51 Jahre nach der Geburt des Regisseurs, der jüngste liegt 86 Jahre danach.
Einordnung
Die drei Titel erhalten bei uns Bewertungen von 7,3, 7,1 und 6,2, im Schnitt 6,9 von 10. Die Werte liegen damit relativ nah beieinander, mit einer leichten Spitze bei den beiden älteren Arbeiten. Zwischen dem ersten und dem letzten gelisteten Titel liegen 35 Jahre, was die im Katalog erfasste Schaffensphase entsprechend breit auffächert.