Mizoguchi Kenji
Werdegang
Mizoguchi Kenji, geboren am 16. Mai 1898, war ein japanischer Regisseur. Ursprünglich als Maler tätig, kam er über die Rolle des Oyama, also des Darstellers weiblicher Rollen, zum Film und arbeitete zunächst als Regieassistent, bevor er 1923 seinen ersten eigenen Film drehte. Im Umfeld seines Studios Nikkatsu entwickelte er einen ästhetischen Stil, der auf langen Einstellungen beruhte. Nach seinem Wechsel zum Studio Daiei geriet er in eine schwierige Phase des japanischen Kinos, da die Regierung während des Krieges Druck auf die Filmindustrie ausübte, propagandistische Inhalte zu produzieren. Mizoguchi sah sich daraufhin gezwungen, andere Themen in den Vordergrund zu stellen. Nach Kriegsende konnte er sich wieder seinem zentralen Thema widmen, den Frauen, woraus mit „Ugetsu – Erzählungen unter dem Regenmond" und „Sansho Dayu – Ein Leben ohne Freiheit" zwei Werke dieser Phase entstanden.
Filmografie bei uns
Im Katalog sind sechs Titel von Mizoguchi Kenji als Regisseur verzeichnet, ausschließlich Filme, keine Serien. Sie stammen aus den Jahren 1939 bis 1956, decken also eine Spanne von 17 Jahren ab. Der älteste Titel, „Erzählung von den späten Chrysanthemen", entstand 41 Jahre nach seiner Geburt, der jüngste, „Die Straße der Schande", 58 Jahre danach. Genremäßig überwiegt das Drama, ergänzt durch Fantasy-, Mystery- und Liebesfilm-Elemente.
Einordnung
Die sechs Titel bewegen sich in unseren Bewertungen zwischen 7,7 und 8,1 von 10, im Schnitt bei 7,9 von 10 – ein durchweg homogenes und hohes Niveau innerhalb des Katalogs. Zwischen dem ältesten und dem jüngsten erfassten Titel liegen 17 Jahre, wobei die spätere Schaffensphase der 1950er Jahre mit „Ugetsu" und „Sansho Dayu" die höchsten Werte erreicht.