Julio Medem
Werdegang
Julio Medem wurde am 21. Oktober 1958 in San Sebastián im Baskenland geboren. Schon als Kind interessierte er sich für das Filmemachen und nutzte heimlich die Super-8-Kamera seines Vaters, um nachts zu drehen. Nach dem Studium, in dem er Abschlüsse in Medizin und Allgemeinchirurgie erwarb, arbeitete er zunächst als Filmkritiker und später als Drehbuchautor, Regieassistent und Cutter. Nach mehreren Kurzfilmen drehte er seinen ersten abendfüllenden Spielfilm, „Vacas", für den er einen Goya Award erhielt. Es folgten „The Red Squirrel" und „Earth", die in Cannes gut aufgenommen wurden. In „Die Liebenden des Polarkreises" erkundete er eine zirkuläre Erzählstruktur, die mit den Werken von Krzysztof Kieślowski verglichen wurde. Mit „Lucía und der Sex" wandte er sich einer lyrischeren, erotischen Erzählweise zu. Danach drehte und produzierte er mit „La pelota vasca" einen Dokumentarfilm über die politischen Konflikte im Baskenland, der bei rechten spanischen Politikern für Aufsehen sorgte. 2007 folgte sein Spielfilm „Caótica Ana".
Filmografie bei uns
Im Katalog von movietaste.de sind sechs Spielfilme von Julio Medem als Regisseur verzeichnet, Serien sind nicht darunter. Die Titel stammen aus den Jahren 1998 bis 2018, decken also einen Zeitraum von zwanzig Jahren ab. Der älteste Titel, „Die Liebenden des Polarkreises", entstand vierzig Jahre nach seiner Geburt, der jüngste, „Der Baum des Blutes", sechzig Jahre danach. Thematisch dominieren Drama, Mystery und Liebesfilm, was auf eine wiederkehrende Beschäftigung mit emotionalen und rätselhaften Erzählstoffen hindeutet.
Einordnung
Die sechs Titel bewegen sich in unseren Bewertungen zwischen 5,6 und 7,3 von 10, im Durchschnitt bei 6,4 von 10. Die höchste Bewertung erhielt mit 7,3 von 10 der älteste gelistete Film, „Die Liebenden des Polarkreises", während „7 Tage in Havanna" mit 5,6 von 10 am schwächsten abschneidet. Insgesamt zeigt sich eine über zwei Jahrzehnte gleichbleibend solide, aber nicht durchgehend gleich stark bewertete Filmografie.