Gianni Amelio
Werdegang
Gianni Amelio wurde am 20. Januar 1945 in San Pietro di Magisano, Provinz Catanzaro, in Kalabrien geboren. Sein Vater wanderte kurz nach seiner Geburt nach Argentinien aus, sodass er bei seiner Mutter und Großmutter aufwuchs. Während seines Philosophiestudiums in Messina entdeckte er sein Interesse am Kino und schrieb als Filmkritiker für ein lokales Magazin. 1965 zog er nach Rom, wo er als Kameraassistent und Regieassistent unter anderem für Liliana Cavani und Vittorio De Seta arbeitete und auch für das Fernsehen Dokumentationen und Werbefilme drehte. Über Fernsehproduktionen wie „Sun City" (1973) und Arbeiten wie „Death at Work" (1978) fand er zum Kino, wo er 1982 mit „Blow to the Heart" debütierte. In den folgenden Jahrzehnten entstanden mehrere international beachtete Spielfilme, darunter „Open Doors" (1989), „The Stolen Children" (1992), „Lamerica" (1994) und „The Way We Laughed" (1998). Zwischen 2009 und 2012 leitete er das Torino Film Festival in Turin.
Filmografie bei uns
Bei uns ist Gianni Amelio als Regisseur mit fünf Spielfilmen vertreten, Serien sind nicht darunter. Die Titel stammen aus den Jahren 1992 bis 2024 und decken damit eine Spanne von 32 Jahren ab, vom 47. bis zum 79. Lebensjahr des Regisseurs. Genreseitig dominieren Drama, Historie und Kriegsfilm, was auf eine Ausrichtung auf historisch verankerte, dramatische Stoffe hindeutet. Zu den Titeln zählen „Gestohlene Kinder" (1992), „La tenerezza" (2017), „Hammamet" (2020), „Il signore delle formiche" (2022) und „Campo di battaglia" (2024).
Einordnung
Die fünf Titel bei uns erreichen Bewertungen zwischen 5,9 und 7,6 von 10, im Schnitt 6,7 von 10. Am besten bewertet ist „La tenerezza" mit 7,6, gefolgt von „Il signore delle formiche" mit 7,2. Am unteren Ende liegt „Campo di battaglia" mit 5,9. Zwischen dem ältesten Titel „Gestohlene Kinder" von 1992 und dem jüngsten Titel „Campo di battaglia" von 2024 liegen 32 Jahre kontinuierlichen Schaffens, das sich in unseren Bewertungen insgesamt im mittleren bis oberen Bereich bewegt.