Claude Autant-Lara
Werdegang
Claude Autant-Lara wurde am 5. August 1901 in Luzarches im Val-d'Oise geboren und starb am 5. Februar 2000 in Antibes. Er wuchs teils in Frankreich, teils an der Mill Hill School in London auf, wohin ihn seine Mutter während ihres pazifistisch begründeten Exils mitnahm. Zu Beginn seiner Laufbahn arbeitete er als Szenenbildner und Kostümdesigner, unter anderem für den Stummfilm „Nana" (1926) von Jean Renoir, in dem er auch schauspielerte. Als Regisseur galt er als jemand, der bewusst provozierende Filme drehte; er selbst sagte, ein Film sei ohne „Gift" wertlos. In den 1960er Jahren wandte er sich von der Nouvelle Vague ab und hatte danach keine breiten Erfolge mehr. 1989 wurde er als Mitglied des Front National ins Europaparlament gewählt, trat aber nach kontroversen Äußerungen in einem Interview wieder zurück. 1984 erschien sein Erinnerungsbuch „The Rage in the Heart".
Filmografie bei uns
Im Katalog sind zwei Spielfilme von Claude Autant-Lara als Regisseur verzeichnet: „Die rote Herberge" (1951) und „Zwei Mann, ein Schwein und die Nacht von Paris" (1956). Die beiden Titel liegen fünf Jahre auseinander und decken die Genres Komödie, Drama und Krimi ab, was auf eine gewisse stilistische Bandbreite innerhalb dieser kurzen Spanne hindeutet. Serien sind nicht vertreten, der Schwerpunkt liegt eindeutig auf Kinofilmen der frühen 1950er Jahre.
Einordnung
Beide Titel liegen zwischen fünfzig und fünfundfünfzig Jahren nach seinem Geburtsjahr und damit in der mittleren Phase seines Wirkens. Unsere Bewertungen fallen mit 7,3 für „Die rote Herberge" und 6,8 für „Zwei Mann, ein Schwein und die Nacht von Paris" ähnlich aus, im Schnitt ergibt sich ein Wert von 7,0 von 10. Damit liegen beide Werke auf einem vergleichbaren, soliden Niveau innerhalb des schmalen Ausschnitts seiner Filmografie, der bei uns verfügbar ist.