Chantal Akerman
Werdegang
Chantal Anne Akerman wurde am 6. Juni 1950 in Belgien geboren und starb am 5. Oktober 2015. Sie arbeitete als Filmregisseurin und Kuenstlerin und lehrte zudem als Professorin fuer Film am City College of New York. Ihr bekanntester Film ist „Jeanne Dielman, 23 quai du Commerce, 1080 Bruxelles" aus dem Jahr 1975. Obwohl sie von anderen oft als feministische Filmemacherin eingeordnet wurde, distanzierte sich Akerman selbst wiederholt von diesem Etikett. Sie erklaerte, es sei irrefuehrend zu sagen, es gebe eine feministische Filmsprache, da dies suggeriere, es existiere nur eine Art, wie sich Frauen ausdruecken koennten. Stattdessen beschrieb sie ihren filmischen Ansatz als beeinflusst von den Schriften von Gilles Deleuze und Felix Guattari sowie von den Regisseuren Michael Snow und Jean-Luc Godard.
Filmografie bei uns
Im Katalog sind zwei Titel von Chantal Akerman als Regisseurin verzeichnet, beide dem Drama und dem Liebesfilm zuzuordnen: „Ich, du, er, sie" aus dem Jahr 1974 und „Jeanne Dielman" aus dem Jahr 1976. Beide Titel entstanden im Abstand von nur zwei Jahren, der erste 24 Jahre und der zweite 26 Jahre nach ihrer Geburt. Es handelt sich ausschliesslich um Spielfilme, keine Serien.
Einordnung
Die beiden Titel erreichen bei uns Bewertungen von 7,4 und 6,6, im Schnitt also 7,0 von 10 – ein insgesamt solides bis gutes Ergebnis. Da nur zwei Titel aus einer eng begrenzten Schaffensphase der 1970er Jahre vorliegen, laesst sich daraus kein umfassendes Bild ihres Gesamtwerks ableiten, wohl aber ein konsistent positiver Eindruck der beiden vorhandenen fruehen Arbeiten.