Aldo Lado
Werdegang
Aldo Lado wurde am 5. Dezember 1934 in Fiume geboren, dem heutigen Rijeka in Kroatien. Er begann seine Laufbahn als Regieassistent, unter anderem bei Bernardo Bertolucci für „Der große Irrtum" (1970). Nach dem Drehbuch zum Giallo „The Designated Victim" gab er 1971 mit „Short Night of Glass Dolls" sein Regiedebüt, nachdem zwei andere Regisseure für das Projekt ausgefallen waren. Der Erfolg des Films veranlasste ihn, mit einem weiteren Giallo nachzulegen. In den folgenden Jahren arbeitete er in verschiedenen Genres, darunter Drama, Romanze und Horror, und drehte 1979 unter dem Pseudonym „George B. Lewis" einen Star-Wars-Ableger. 1981 folgte eine Literaturverfilmung nach Alberto Moravia. Nach einer zwanzigjährigen Pause kehrte er 2013 mit einem weiteren Film zur Regie zurück. Ab 2016 veröffentlichte Lado auch eigene Kurzgeschichten und eine Sammlung unverfilmter Drehbücher. Er starb am 25. November 2023 im Alter von 88 Jahren in Rom.
Filmografie bei uns
Im Katalog von movietaste.de sind zwei Filme von Aldo Lado als Regisseur verzeichnet: „Malastrana" aus dem Jahr 1971 und „Night Train – Der letzte Zug in die Nacht" aus dem Jahr 1975. Beide Titel entstanden also innerhalb von nur vier Jahren, zu Beginn seiner Regiekarriere. Die Genres reichen dabei über Horror, Thriller und Mystery – ein Schwerpunkt, der zu seiner Herkunft aus dem Giallo-Kino passt. Serien sind nicht vertreten, es handelt sich ausschließlich um Kinofilme.
Einordnung
Die beiden gelisteten Filme liegen bei uns bei 6,7 und 6,1 von 10, im Schnitt also bei 6,4 von 10 – solide, aber nicht überragende Bewertungen. Der erste Titel entstand 37 Jahre nach seiner Geburt, der zweite 41 Jahre danach. Beide fallen in die frühe Phase seines Schaffens, wie es der Katalog abbildet; spätere Arbeiten aus den folgenden Jahrzehnten sind hier nicht enthalten.