We Are Legion - Die Geschichte der Anonymous-Hacker (2012)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Brian Knappenberger |
|---|---|
| Genre | Dokumentarfilm |
| Laufzeit | 93 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2012-01-20 |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (356 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Der Dokumentarfilm führt in die Welt von Anonymous, jenem radikalen Kollektiv von Hacktivisten, das zivilen Ungehorsam für das digitale Zeitalter neu gedacht hat. Bevor er bei Anonymous selbst ankommt, blickt er zurück auf frühere Gruppen, die politisches Handeln und Hacken verbanden, darunter Cult of the Dead Cow und Electronic Disturbance Theater.
Von dort geht es zu den lauten, chaotischen Anfängen von Anonymous auf der Website 4chan. Der Film verfolgt, wie sich aus einer Ansammlung ausgelassener Spaßvögel nach und nach eine regelrechte Bewegung mit weltweiter Reichweite entwickelte. Zu Wort kommen aktuelle Mitglieder, Menschen, die gerade aus dem Gefängnis zurückgekehrt sind oder denen ein Prozess bevorsteht, dazu Autoren, Wissenschaftler, Aktivisten und zentrale Beteiligte verschiedener „Raids“.
Entstehungsgeschichte
Brian Knappenberger hat den Dokumentarfilm gedreht, der 2012 veröffentlicht wurde. Unter den Mitwirkenden finden sich Julian Assange und Aaron Barr, außerdem Namen wie Anon2World und Anonyops. Die Zusammenstellung lässt erkennen, dass neben Klarnamen auch Kennungen aus der Netzkultur auftauchen, was zum Thema des Films passt.
Hinter den Kulissen
Als reiner Dokumentarfilm setzt der Titel auf Gespräche und Rückblicke statt auf eine erfundene Handlung. Die Struktur ist erkennbar chronologisch angelegt: von den Vorläufern über die Entstehung auf einer Internetplattform bis hin zur globalen Bewegung. Damit erzählt der Film nicht nur von einer Gruppe, sondern von einer Entwicklung, in der sich Formen des Protests verändert haben.
Bemerkenswert ist die Bandbreite der Perspektiven. Neben Mitgliedern kommen Menschen zu Wort, die für ihr Handeln strafrechtliche Folgen tragen oder noch vor Gericht stehen. Wissenschaftler und Autoren ergänzen das Bild um eine einordnende Ebene. Diese Mischung aus Innensicht und Außensicht ist für ein Thema, das sich zwischen Aktivismus, Streich und Straftat bewegt, naheliegend. Der Film versteht Anonymous ausdrücklich als Form des zivilen Ungehorsams und nimmt damit eine klare Deutung vor.
Einordnung & Wirkung
Eine Durchschnittsbewertung von 7,1 von 10 Punkten zeigt, dass der Film bei seinem Publikum überwiegend gut ankommt. Allerdings speist sich diese Note aus nur wenigen hundert Stimmen. 14 Jahre nach der Veröffentlichung ist der Dokumentarfilm selbst ein Zeitdokument: Er hält fest, wie ein Kollektiv aus dem Netz zum Zeitpunkt seiner Entstehung gesehen und gedeutet wurde, und bewahrt so eine bestimmte Sicht auf digitalen Protest.
Bilder


Besetzung & Stab
- Anon2World als Self
- Anonyops als Self - Anonymous
- Julian Assange als Self - Founder, WikiLeaks (archive footage)
- Aaron Barr als Self - Former Chief Executive, HBGary Federal
- Barrett Brown als Self
- Adrian Chen als Self
- Steven Levy als Self
- Quinn Norton als Self
- Stanley Cohen als Self
- Gabriella Coleman als Self
Weitere Filme von Brian Knappenberger
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.