Seefeuer (2016)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Gianfranco Rosi |
|---|---|
| Genre | Dokumentarfilm |
| Laufzeit | 114 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2016-02-18 |
| TMDB-Bewertung | 6,7 (254 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Samuele ist zwölf Jahre alt und lebt, wie es sich für einen Jungen auf Lampedusa gehört: Er geht in die Schule, trifft seine Freunde, zieht mit einer selbstgebauten Steinschleuder durch die Landschaft der Insel. Sein Ziel ist es, Fischer zu werden, so wie sein Vater. Das Meer bestimmt seit jeher das Leben auf Lampedusa, doch was es in diesen Jahren an den Strand bringt, sind vor allem Menschen. Tausende Flüchtlinge versuchen, in überfüllten Booten übers Mittelmeer zu gelangen, in der Hoffnung auf ein Leben, das ihnen zu Hause verwehrt bleibt. Der Film stellt Samueles Alltag neben diese andere, lebensbedrohliche Realität, ohne die beiden Ebenen künstlich zu verknüpfen.
Entstehungsgeschichte
Gianfranco Rosi hat "Seefeuer" (Originaltitel "Fire at Sea") 2016 als Dokumentarfilm realisiert. Vor der Kamera stehen keine professionellen Darsteller im klassischen Sinn, sondern Menschen, die auf Lampedusa leben und arbeiten: Samuele Pucillo, Mattias Cucina und Samuele Caruana als Jugendliche der Insel sowie der Arzt Pietro Bartolo, der dort tätig ist.
Hinter den Kulissen
Die Einordnung als reiner Dokumentarfilm, ohne Vermischung mit Spielfilmelementen oder zusätzliche Genrezuschreibung, zeigt den Anspruch, das Geschehen auf Lampedusa möglichst unmittelbar zu zeigen. Dass mit Samuele ein Kind im Zentrum steht, während die Flüchtlingsbewegungen eher am Rand der Erzählung sichtbar werden, macht die Anlage des Films deutlich: Es geht nicht um eine dramatisierte Rekonstruktion von Fluchtrouten, sondern um das Nebeneinander zweier Lebenswirklichkeiten auf derselben Insel, die sich kaum berühren und doch untrennbar miteinander verbunden sind. Der Arzt Pietro Bartolo tritt dabei als jene Figur auf, die beide Welten – die der Insulaner und die der Ankommenden – in seiner Arbeit zusammenführt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,7 bei einer noch vergleichsweise schmalen Stimmenbasis bewegt sich "Seefeuer" im soliden Mittelfeld dokumentarischer Arbeiten zu diesem Thema. Seit der Veröffentlichung 2016 sind mittlerweile neun Jahre vergangen, in denen sich die Fluchtbewegungen über das Mittelmeer als andauerndes Thema erwiesen haben, was dem Film seine Aktualität über den reinen Entstehungszeitpunkt hinaus erhält. Innerhalb der dokumentarischen Auseinandersetzung mit dieser Thematik zeichnet sich der Film durch seine ruhige, beobachtende Erzählweise aus, die auf große dramatische Zuspitzung verzichtet und stattdessen den Alltag als Ausgangspunkt nimmt.
Bilder





Besetzung & Stab
- Samuele Pucillo als Himself
- Mattias Cucina als Himself
- Samuele Caruana als Himself
- Pietro Bartolo als Himself
- Giuseppe Fragapane als Himself
- Francesco Paterna als Himself
- Francesco Mannino als Himself
- Maria Signorello als Herself
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Verfügbarkeit
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