The Century of the Self (2002)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Idee | Adam Curtis |
|---|---|
| Genre | Dokumentarfilm, War & Politics |
| Laufzeit | 58 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2002-03-17 |
| TMDB-Bewertung | 8,5 (125 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Am Anfang steht eine These, die zunächst unscheinbar wirkt: Die Gedankenwelt Sigmund Freuds hat sich tief in den Alltag der Gegenwart eingeschrieben, ohne dass die meisten Menschen sich dessen bewusst sind. Die Serie folgt dieser Spur durch das zwanzigste Jahrhundert und zeigt, wie Vorstellungen vom menschlichen Begehren aufgegriffen und weiterverarbeitet wurden. Werbung, Konsum und Politik erscheinen dabei nicht als getrennte Bereiche, sondern als Felder, in denen dieselben psychologischen Grundannahmen wirksam gemacht wurden. Die Erzählung bewegt sich von den Ursprüngen dieser Ideen bis in Strukturen, die bis in die Gegenwart hineinreichen, und legt offen, wie sehr das Bild vom selbstbestimmten Individuum von außen geformt wurde.
Entstehungsgeschichte
Die Idee zu "The Century of the Self" stammt von Adam Curtis, der 2002 diese Dokumentarserie entwickelte. Curtis selbst tritt darin auch auf, ebenso wie Anne Bernays, Martin Bergmann und Robert Reich. Als Dokumentarfilm ordnet sich das Werk zugleich dem Bereich War & Politics zu, was die inhaltliche Ausrichtung auf gesellschaftliche und machtpolitische Zusammenhänge unterstreicht.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Dokumentarfilm und politischem Genre deutet an, dass es hier nicht um eine reine Biografie Freuds oder eine Geschichte der Psychoanalyse geht, sondern um die Frage, wie psychologisches Wissen zu einem Instrument gesellschaftlicher Steuerung werden konnte. Die Auswahl der auftretenden Personen, von akademischen Stimmen bis zu einer politischen Figur wie Robert Reich, verweist auf einen Ansatz, der verschiedene Perspektiven auf dasselbe Thema zusammenführt, statt eine einzelne Erzählstimme genügen zu lassen. Die Anlage der Geschichte über ein ganzes Jahrhundert hinweg macht deutlich, dass es um eine langfristige Entwicklung geht, nicht um ein einzelnes Ereignis.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 8,5 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen zeichnet sich ein deutlich positives, wenn auch zahlenmäßig begrenztes Bild ab. Seit der Veröffentlichung im Jahr 2002 sind mittlerweile mehr als zwanzig Jahre vergangen, was die behandelten Fragen nach der Verbindung von Psychologie, Konsum und Politik nicht an Aktualität verlieren lässt. Innerhalb des Dokumentarfilmgenres steht die Serie damit als ein Werk, das gesellschaftliche Mechanismen über einen langen Zeitraum hinweg nachzeichnet, statt sich auf einen einzelnen Ausschnitt zu beschränken.
Bilder


Besetzung & Stab
- Adam Curtis als Narrator
- Anne Bernays als Self
- Martin Bergmann als Self
- Robert Reich als Self
- Edward L. Bernays als Self (archive footage)
- Sigmund Freud als Self (archive footage)
- Anna Freud als Self (archive footage)
- Wilhelm Reich als Self (archive footage)
- Tony Blair als Self (archive footage)
- Margaret Thatcher als Self (archive footage)
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Verfügbarkeit
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