Trần Anh Hùng
Werdegang
Trần Anh Hùng wurde am 23. Dezember 1962 in Đà Nẵng geboren, seine Kindheit verbrachte er in Mỹ Tho im Süden Vietnams. Nach dem Fall Saigons 1975 wanderte er im Alter von zwölf Jahren nach Frankreich aus. Dort studierte er zunächst Philosophie, entschied sich aber nach der Begegnung mit Robert Bressons Film „Ein zum Tode Verurteilter ist entflohen" für den Weg zum Film. Er studierte Fotografie an der Louis-Lumière-Akademie, einer Ausbildungsstätte für Kameraleute. Seine ersten drei Spielfilme entstanden als Betrachtungen des Lebens in seinem Herkunftsland Vietnam, danach wandte er sich auch internationalen Produktionen zu, etwa einer Adaption von Haruki Murakamis Roman „Naokos Lächeln" sowie später einer französischen Produktion mit Juliette Binoche und Benoît Magimel.
Filmografie bei uns
Im Katalog sind fünf Spielfilme von Trần Anh Hùng als Regisseur verzeichnet, keine Serien. Die Titel decken einen Zeitraum von 1993 bis 2023 ab, also dreißig Jahre Schaffenszeit. Die Genres liegen im Bereich Liebesfilm, Drama und Krimi, was auf eine thematische Beschäftigung mit persönlichen, oft zwischenmenschlichen Stoffen hindeutet. Zu den Titeln zählen „Der Duft der grünen Papaya" von 1993, „Cyclo" von 1995, „Naokos Lächeln" von 2010, „Éternité" von 2016 und „Geliebte Köchin" von 2023.
Einordnung
Die fünf Titel erhalten bei uns Bewertungen zwischen 5,6 und 7,1 von 10, im Schnitt 6,6 von 10. Damit liegen sie insgesamt im soliden bis guten Bereich, mit dem „Duft der grünen Papaya" als am höchsten bewertetem Titel. Zwischen dem ersten Titel im Katalog und dem Geburtsjahr liegen 31 Jahre, zum jüngsten Titel „Geliebte Köchin" von 2023 sind es 61 Jahre – ein Hinweis auf ein über Jahrzehnte fortgeführtes filmisches Werk.