Michaël R. Roskam
Werdegang
Michaël R. Roskam, geboren am 9. Oktober 1972, interessierte sich schon in jungen Jahren für Graphic Novels, Comics und Film. Inspiriert von der belgischen Comic-Tradition, etwa von Hergé, wollte er zunächst selbst Comiczeichner werden und studierte an der St-Lucas Academy of Fine Arts in Brüssel. Dort entdeckte er Malerei und zeitgenössische Kunst und begann zudem, Prosa zu schreiben, während er weiter zeichnete und mit Video experimentierte. Nach Stationen als Journalist bei der Zeitung De Morgen und als Texter bei der Werbeagentur Saatchi & Saatchi schrieb er ein Drehbuch für einen Kurzfilm und führte selbst Regie. Damit fand er zum Kino zurück. Es folgten mehrere Kurzfilme, darunter „Carlo", der auf nationalen und internationalen Festivals ausgezeichnet wurde, sowie „The One Thing to Do", der 2005 beim Leuven International Shortfilm Festival den Publikumspreis gewann. 2007 drehte er in Los Angeles den Kurzfilm „Today Is Friday" nach einer Erzählung von Ernest Hemingway.
Filmografie bei uns
Im Katalog sind drei Spielfilme von Roskam als Regisseur verzeichnet, alle aus dem Bereich Kino, keine Serien. Die Titel „Bullhead" (2011), „The Drop – Bargeld" (2014) und „Rasende Herzen" (2017) decken einen Zeitraum von sechs Jahren ab. Genremäßig bewegt sich sein Schaffen zwischen Krimi, Drama und Liebesfilm, wobei düstere, dramatische Stoffe den Schwerpunkt bilden. Der erste Titel erschien, als Roskam 39 Jahre alt war, der bislang letzte im Katalog mit 45 Jahren.
Einordnung
Die drei Filme erhalten bei uns Bewertungen von 7,1, 6,8 und 5,9, was einem Schnitt von 6,6 entspricht. Damit liegen alle Titel im mittleren bis oberen Bereich, mit dem stärksten Wert beim frühesten und dem schwächsten beim jüngsten Titel. Zwischen dem ältesten und dem neuesten Werk im Katalog liegen sechs Jahre.