Dušan Makavejev
Werdegang
Dušan Makavejev, geboren am 13. Oktober 1932, war ein jugoslawischer beziehungsweise serbischer Filmregisseur. Er studierte Psychologie und begann seine filmische Laufbahn mit Dokumentarfilmen, bevor er ab 1965 Spielfilme drehte, die dem Novi Film zugerechnet wurden. Für seinen Film „Unschuld ohne Schutz" erhielt er auf der Berlinale 1968 einen Silbernen Bären. In der Folge wurde er von Festivalleiter Alfred Bauer zur Berlinale 1970 als Jurymitglied eingeladen. Dort sorgte er nach der Premiere von Michael Verhoevens Film „o.k." und dem Rücktritt von Jurypräsident George Stevens für Aufsehen, als er öffentlich von Zensur sprach. Die gesamte Jury trat daraufhin zurück, so dass es bei dieser Berlinale keine Preisträger gab. Sein 1971 entstandener Film „WR – Mysterien des Organismus", der sich mit den Theorien von Wilhelm Reich befasste, wurde in Jugoslawien zunächst verboten und erst in den 1980er Jahren wieder zugelassen. In den frühen 1970er Jahren wanderte Makavejev in die USA aus und lehrte anschließend an der Harvard University.
Filmografie bei uns
Im Katalog sind zwei Filme von Dušan Makavejev als Regisseur verzeichnet, „WR – Mysterien des Organismus" aus dem Jahr 1971 und „Sweet Movie" aus dem Jahr 1974. Beide Titel liegen damit innerhalb einer Zeitspanne von nur drei Jahren, rund 39 bis 42 Jahre nach seiner Geburt. Die Genres reichen von Drama über Fantasy bis Komödie, was auf ein experimentelles, schwer einzuordnendes Werk hindeutet. Serien sind nicht vorhanden, es handelt sich ausschließlich um Filme.
Einordnung
Die beiden gelisteten Titel erhalten bei uns Bewertungen von 6,2 und 5,3, im Schnitt also 5,8 von 10. Damit fällt die Bewertung im mittleren Bereich aus, wobei „WR – Mysterien des Organismus" etwas besser abschneidet als „Sweet Movie". Beide Filme liegen bereits mehrere Jahrzehnte zurück und markieren im Katalog den frühen Abschnitt seines Schaffens der 1970er Jahre.