Coralie Fargeat
Werdegang
Coralie Fargeat wurde am 24. November 1976 in Paris geboren. Sie wollte schon früh Regisseurin werden und drehte bereits als Jugendliche eigene Filme. Nach Studien an Sciences Po und der Filmschule La Fémis sammelte sie praktische Erfahrung am Set, bevor sie 2003 mit dem Kurzfilm „Le télégramme" debütierte, der international ausgezeichnet wurde. 2014 folgte der Science-Fiction-Kurzfilm „Reality+", der ebenfalls mehrfach prämiert wurde. Internationale Bekanntheit erlangte Fargeat mit ihrem ersten Spielfilm „Revenge" (2017), einem „Rape-and-Revenge"-Thriller, der auf mehreren Festivals ausgezeichnet wurde. 2024 feierte ihr zweiter Langfilm „The Substance" mit Demi Moore und Margaret Qualley im Wettbewerb der Filmfestspiele von Cannes Premiere, wo sie den Drehbuchpreis erhielt. Zudem wurde sie als erste Frau für einen Horrorfilm für Oscar-Nominierungen in den Kategorien Drehbuch und Regie berücksichtigt. Ihre Arbeiten beschäftigen sich mit Körperbildern, gesellschaftlichen Erwartungen und der weiblichen Perspektive; „The Substance" versteht sie selbst als Statement über das Älterwerden von Frauen und normierte Schönheitsideale.
Filmografie bei uns
Im Katalog sind zwei Spielfilme von Coralie Fargeat als Regisseurin verzeichnet: „Revenge" (2017) und „The Substance" (2024). Beide Titel liegen sieben Jahre auseinander und decken damit ihre gesamte bisherige Karriere als Langfilmregisseurin bei uns ab. Genretechnisch bewegen sich die Filme zwischen Horror, Science Fiction, Action, Thriller und Drama, was auf eine konsequente Ausrichtung auf explizites Genrekino hindeutet.
Einordnung
Die beiden Titel erreichen bei uns Bewertungen von 7,1 und 6,5 Punkten, im Schnitt 6,8 von 10. „Revenge" liegt inzwischen 41 Jahre nach ihrem Geburtsjahr, „The Substance" 48 Jahre danach – beide Werke entstanden also in einer vergleichsweise kompakten Schaffensphase innerhalb weniger Jahre.