The Death and Life of Marsha P. Johnson (2017)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | David France |
|---|---|
| Genre | Dokumentarfilm |
| Laufzeit | 105 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2017-07-27 |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (107 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Marsha P. Johnson war in New Yorks queerer Szene eine bekannte Figur, eine "Street Queen", die seit den Tagen von Stonewall als Stimme für LGBT-Rechte auftrat. Gemeinsam mit Sylvia Rivera gründete sie die Street Transvestites Action Revolutionaries, eine Aktivistengruppe mit Sitz in Greenwich Village. 1992 wurde Johnson tot aufgefunden, die Polizei sprach von Suizid, Freunde und Weggefährten zweifelten diese Version jedoch an. Der Film folgt der Aktivistin Victoria Cruz, die Jahre später die Umstände von Johnsons Tod erneut aufrollt. Sie übernimmt dabei die Rolle einer Ermittlerin und wird so zur Stellvertreterin für das Publikum, das gemeinsam mit ihr nach Antworten sucht.
Entstehungsgeschichte
Der Dokumentarfilm entstand 2017 unter der Regie von David France. Im Zentrum stehen Marsha P. Johnson selbst, Victoria Cruz, Sylvia Rivera und Taylor Mead, deren Auftritte und Erinnerungen die Erzählung tragen.
Hinter den Kulissen
Die Anlage als Whodunit ist ungewöhnlich für einen Dokumentarfilm über eine reale historische Persönlichkeit: Statt einer chronologischen Lebensbeschreibung wählt der Film die Struktur einer Ermittlung, mit Victoria Cruz als Suchender. Diese Erzählform verbindet zwei Ebenen, die politische Bedeutung Johnsons als Aktivistin und die ungeklärten Fragen um ihren Tod, und macht aus einem Porträt zugleich eine Spurensuche. Dass der Film ausschließlich als Dokumentarfilm geführt wird, unterstreicht den Anspruch, sich an belegbaren Aussagen von Beteiligten zu orientieren, statt Ereignisse nachzustellen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,1 bei einer noch überschaubaren Anzahl an Stimmen bewegt sich der Film im soliden oberen Bereich für Dokumentarfilme zu LGBT-Themen, ohne dass sich daraus eine breite öffentliche Resonanz ablesen ließe. Seit der Veröffentlichung sind mittlerweile mehrere Jahre vergangen, in denen sich die Auseinandersetzung mit trans Geschichte und Aktivismus im Dokumentarfilmbereich fortentwickelt hat. Innerhalb dieses Feldes positioniert sich der Film durch seine Verbindung von Porträt und ungeklärtem Todesfall als ein Beitrag, der historische Aufarbeitung mit einer offenen Frage verknüpft, statt ein abgeschlossenes Bild zu zeichnen.
Bilder


Besetzung & Stab
- Marsha P. Johnson als Self (archive footage)
- Victoria Cruz als Self
- Sylvia Rivera als Self (archive footage)
- Taylor Mead als Self (archive footage)
- Pat Bumgardner als Self (archive footage)
- Vito Russo als Self (archive footage)
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.