Sein und Haben (2002)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Nicolas Philibert |
|---|---|
| Genre | Dokumentarfilm |
| Laufzeit | 104 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2002-08-28 |
| Budget | 1.000.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (152 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In einem kleinen Dorf in der französischen Region Puy-de-Dôme, kaum mehr als zweihundert Einwohner zählend, gibt es eine Schule mit nur einer einzigen Klasse. Kinder zwischen vier und zwölf Jahren lernen dort gemeinsam, in einer Altersmischung, die den Unterricht zu einem eigenen kleinen Kosmos macht. Im Zentrum steht der Lehrer Georges Lopez, der die Gruppe mit spürbarer Geduld und Respekt durch ein komplettes Schuljahr begleitet. Die Kamera folgt Kindern wie Johan, Alizé und Guillaume durch Alltagssituationen, Lernfortschritte und kleine Konflikte, ohne dass die Handlung auf ein dramatisches Ziel zusteuert. Es ist die Beobachtung eines Jahres, das seinen eigenen Rhythmus aus Jahreszeiten, Unterrichtsstoff und Heranwachsen hat.
Entstehungsgeschichte
"Sein und Haben" ist ein Dokumentarfilm aus dem Jahr 2002 unter der Regie von Nicolas Philibert. Vor der Kamera stehen keine Schauspieler im klassischen Sinn, sondern reale Personen: der Lehrer Georges Lopez sowie die Schulkinder Johan, Alizé und Guillaume. Der englische Titel "To Be and to Have" verweist auf die beiden Hilfsverben der französischen Sprache, die zugleich dem Film seinen Namen geben.
Hinter den Kulissen
Schon die Titelwahl deutet an, worum es dem Film geht: um Grundbausteine des Lernens und, im übertragenen Sinn, des Lebens selbst. Die Einschränkung auf eine einzige Dorfschule mit altersgemischter Klasse macht aus dem Sujet einen Mikrokosmos, an dem sich größere Fragen von Bildung, Geduld und zwischenmenschlichem Umgang zeigen lassen, ohne dass der Film sie explizit verhandeln müsste. Als reiner Dokumentarfilm verzichtet er auf erzählerische Zuspitzung und setzt stattdessen auf die Beobachtung eines Jahresverlaufs, der durch seine ruhige Struktur selbst zum Thema wird.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,3 bei einer eher schmalen Stimmenbasis zählt der Film zu den soliden, aber nicht massenhaft bewerteten Werken seines Genres. Über zwanzig Jahre nach seiner Entstehung bleibt er ein Beispiel dafür, wie sich dokumentarisches Erzählen auf einen begrenzten, konkreten Ausschnitt des Alltags konzentrieren kann, ohne zusätzliche dramaturgische Mittel zu benötigen. Innerhalb des Dokumentarfilmgenres steht er damit für einen zurückhaltenden, beobachtenden Ansatz, der dem Publikum den Raum lässt, eigene Schlüsse aus dem Gesehenen zu ziehen.
Bilder





Besetzung & Stab
- Georges Lopez als Self, teacher
- Johan als Self, 4 year old - Jojo
- Alizé als Self, 3 year old
- Guillaume als Self, 9 year old
- Létitia als Self, 4 year old
- Johann als Self, 4 year old
- Jonathan als Self, 10 year old
- Olivier als Self, 10 year old
- Laura als Self, 7 year old
- Marie-Elizabeth als Self, 4 year old
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Verfügbarkeit
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