Land des Honigs (2019)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Ljubomir Stefanov |
|---|---|
| Genre | Dokumentarfilm |
| Laufzeit | 85 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2019-07-26 |
| Einspielergebnis | 1.133.735 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,9 (311 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In einem abgelegenen mazedonischen Dorf steigt Hatidze, eine Frau von etwa 50 Jahren, jeden Tag einen Berghang hinauf. Ihr Ziel sind die Bienenvölker, die in den Felsspalten leben. Ohne Schutz für Gesicht oder Hände entnimmt sie behutsam die Honigwaben und singt dabei ein uraltes Lied.
Zurück auf ihrem Hof versorgt sie ihre selbstgebauten Bienenkörbe und ihre bettlägerige Mutter. Hin und wieder fährt sie in die Hauptstadt, um Honig und Körbe zu verkaufen. Eines Tages lässt sich eine Nomadenfamilie auf dem Nachbargrundstück nieder, und mit ihr ziehen dröhnende Motoren, sieben lärmende Kinder und 150 Kühe ein. Hatidze freut sich über die Gesellschaft und lässt sich nicht beirren. Doch bald trifft Hussein, das Oberhaupt der Familie, Entscheidungen, die ihre Lebensweise bedrohen.
Entstehungsgeschichte
An der Regie war Ljubomir Stefanov beteiligt. Der Dokumentarfilm erschien 2019, international unter dem Titel „Honeyland“, und liegt damit sieben Jahre zurück. Vor der Kamera stehen keine Schauspieler, sondern Hatidzhe Muratova, Nazife Muratova, Hussein Sam und Ljutvie Sam.
Hinter den Kulissen
Als Dokumentarfilm verzichtet das Werk auf jede Genremischung, erzählt aber mit dem Aufbau eines Spielfilms. Es gibt eine Hauptfigur mit festen Ritualen, einen abgeschlossenen Lebensraum und einen Einschnitt von außen, der das Gleichgewicht verschiebt. Diese Struktur macht aus der Beobachtung eines Alltags eine Geschichte mit Konflikt.
Im Zentrum steht der Gegensatz zweier Lebensweisen. Hatidze pflegt einen behutsamen Umgang mit ihren Bienen, die Nachbarfamilie bringt dagegen Lärm, Vieh und Motoren mit. Dass Hatidze die Neuankömmlinge zunächst freudig aufnimmt, verhindert eine einfache Gegenüberstellung von Gut und Böse. Der Film zeigt vielmehr, wie aus Nähe und Gastfreundschaft eine Bedrohung erwachsen kann, sobald unterschiedliche Vorstellungen vom Umgang mit der Natur aufeinandertreffen.
Einordnung & Wirkung
Die Durchschnittsbewertung von 7,9 von 10 zeigt ein deutlich positives Urteil. Die Stimmenzahl bewegt sich im Bereich einiger hundert, ist also noch überschaubar.
Innerhalb des Dokumentarfilms steht der Titel für eine beobachtende Form, die einen Alltag begleitet. Das Thema bleibt aktuell, weil es um das Verhältnis von Mensch und Natur und um die Frage geht, wie viel ein Lebensraum verträgt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Hatidzhe Muratova als Self
- Nazife Muratova als Self
- Hussein Sam als Self
- Ljutvie Sam als Self
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Verfügbarkeit
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